Der "Women's March" feiert ein Mini-Jubiläum.

Sie protestieren für Gleichberechtigung, für die Abschaffung des Paragrafen 219a, gegen Sexismus – und gegen US-Präsident Donald Trump. In Berlin sind am Samstag beim "Women's March" Tausende Menschen auf die Straße gegangen. 

Warum gehen die Frauen und Männer gerade jetzt demonstrieren?

Vor zwei Jahren hatte es in Washington den ersten "Women's March" gegeben. Der Anlass damals: der Amtseintritt von Donald Trump. Die Frauen wollten sich gegen einen Sexisten als Präsidenten wehren – 500.000 Menschen kamen schließlich in die US-Hauptstadt.

Auch in Berlin und vielen weiteren Städten weltweit hatte es damals ähnliche Proteste gegeben – und die Bewegung blieb. Für die Demonstration in Berlin hatten die Veranstalter rund 1000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angemeldet, auf Twitter schrieb ein Beobachter, dass es am Ende bis zu 4000 bis 5000 gewesen sein sollen. In diesem Video sieht man, wie viel los war:

Trump ist in Deutschland mittlerweile nicht mehr das Hauptthema der Demonstrantinnen und Demonstranten. Es geht vor allem um Lohngerechtigkeit bei Männern und Frauen, Abtreibungen und Gewalt gegen Frauen. Das Motto der Demonstration: "Frauenrechte sind Menschenrechte!" (Berliner Zeitung)

Auch in den USA wollen am Samstag viele wieder auf die Straße gehen – doch die Protestbewegung ist gespalten. Gegenüber den Organisatoren sind Antisemitismus-Vorwürfe laut geworden, zahlreiche prominente Unterstützerinnen und Unterstützer haben sich abgewandt, darunter auch die Demokratische Partei. 

So lief der Protest in Berlin ab – hier sind die besten Schilder des "Women's March":

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Streaming

"Sex Education" ist die Serie, die ich mir in der Schulzeit gewünscht hätte
Aufklärung in nicht-peinlich

Die Mutter ist Sex-Therapeutin, der pubertierende Sohn wahnsinnig verklemmt: Mit diesem Gegensatz startet die neue Netflix-Serie "Sex Education". Um sich die übergriffige Mutter vom Leib zu halten, tut Otis in seiner Not so, als würde er ständig masturbieren – obwohl die Lust bei ihm noch auf sich Warten lässt. Aber besser Flüssigseife ins Taschentuch tropfen, als bei der Mutter (Gillian Anderson) auf der Couch zu landen.

Was für den 16-jährigen Otis (Asa Butterfield) peinliche Qual ist, finden seine Mitschülerinnen und Mitschüler natürlich ziemlich anregend. Eine gewiefte Mitschülerin wittert das schnelle Geld und bietet den Klassenkameradinnen seine Dienste als Sextherapeut an. Obwohl Otis wirklich alles andere als Erfahrung hat, spielt er mit.

Schon bald vertrauen ihm pubertierende Teenager Geheimnisse an, die sonst nicht einmal ein Wort mit ihm wechseln würden. Jackpot!

Einer seiner ersten Klienten: Der gefürchtete Draufgänger, der aus Potenzsorgen zu Viagra greift. Es folgen das It-Girl, das sich auf den Penis ihres Freundes erbricht, und die beiden Freundinnen, die nun ein Paar sind und sehr konkrete Fragen haben. Und so weiter und so weiter.

Otis hat zwar selbst keine Erfahrung, gilt Dank seiner Mutter aber als Autorität. Von den Therapiesitzungen, die seine Mutter mit ihren Klienten zu Hause abhält, hat er die wichtigste Lektion zum Glück schon gelernt: Beim Sex geht es um Kommunikation. Fragen, Zuhören und Reden helfen oft schon weiter.

Die Schülerinnen und Schüler in "Sex Education" sind, typisch Netflix, ausgesucht divers. 

Die Serie spielt in Großbritannien, könnte aber genau so gut in einem anderen Einwandererland beheimatet sein. Der Star des Schwimmteams hat zwei Mütter, Otis bester Freund ist schwul. Es gibt hier kein "normal", keinen Durchschnitt, keine Mehrheit. Alle sind anders.

Da ist zum Beispiel Eric, Otis' bester Freund, der damit zu kämpfen hat, dass seine super gläubige Einwanderer-Familie seine Homosexualität nicht versteht. Was schnell platt werden könnte, mit großem Drama und tränenreicher Versöhnung, wird in "Sex Education" behutsam erzählt: Die Familie will ihm beistehen, weiß nur noch nicht genau, wie das aussehen kann.