Bild: dpa/EPA, Montage: bento

Seit Tagen schon gärt es zwischen der Türkei und Deutschland. Der deutsche Bundestag hatte vergangene Woche in einer Resolution das osmanische Massaker an den Armeniern als Völkermord anerkannt (bento I). Aus Sicht der Türkei eine Beleidigung – sie lehnen die Einstufung als Völkermord ab.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ging in einer Rede deutsche Abgeordnete an, sprach den türkisch-stämmigen Politikern ihre Wurzeln ab. Sie sollen sich einem "Bluttest" unterziehen, forderte Erdogan erbost (bento II).

Nun bekam er vom Bundestag diese Antwort:

Dürfen wir vorstellen: Lammert, Norbert Lammert, zweitwichtigster Mann in Deutschland. Der CDU-Politiker hat das Amt des Bundestagspräsidenten inne, nach dem Bundespräsidenten das ranghöchste Amt im Staat – noch vor der Bundeskanzlerin.

Lammert findet für die Anfeindungen Erdogans ziemlich klare Worte:

Dass ein demokratisch gewählter Staatspräsident im 21. Jahrhundert seine Kritik an demokratisch gewählten Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit Zweifeln an deren türkischer Abstammung verbindet, ihr Blut als verdorben bezeichnet, hätte ich nicht für möglich gehalten.

So schlicht, so unverständlich. Das passt zu Lammert – man kann ihn als Platzwart der deutschen Demokratie verstehen. Dafür muss er nicht cool sein oder überraschend, es reicht, wenn er klare Ansagen macht. Und diese Ansage lautet übersetzt: Erdogan muss in Sachen Demokratie noch viel lernen.

Darum ging es in der Armenien-Resolution:


Art

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... bevor du dir eine Meinung bildest.

Haben wir schon Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau? Brauchen wir Gleichberechtigung? Was ist das überhaupt? Sind "Mann" und "Frau" nicht sowieso nur soziale Konstrukte? Es gibt kaum jemanden, dem diese Fragen egal sind, ja, fast jeder hat sogar eine eigene Meinung dazu. (Außer Bill Murray vielleicht, aber bei dem ist das okay.)