Bild: Leonie Hallet
Wir waren bei der Demo in Hamburg.

Sechs Grad und Nieselregen – aber auf dem Hamburger Gänsemarkt stehen rund 200 Demonstranten und wollen mehr. Zum Weltfrauentag haben sie sich versammelt, um ein Zeichen für Gleichberechtigung zu setzen. Ihre Demo stand unter dem Motto: 

Jeder Tag ist Frauen*kampftag – solidarisch, kämpferisch, international!

Die Botschaft dahinter: Frauen brauchen mehr als einen Tag, um die gleichen Rechte wie Männer zu bekommen. Und auch im Jahr 2018 ist es  weiterhin wichtig, dafür zu kämpfen. 

Zwischen den vielen Regenschirm blitzten am Donnerstag viele bunte Plakate hervor. In großen Buchstaben haben die Teilnehmer der Demonstration ihre Botschaften und Wünsche aufgeschrieben. 

Das sind die schönsten Plakate: 

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Dass es so viele verschiedene Plakate gegeben hat, liegt unter anderem an Melanie-Jasmin Jeske. Die PR-Beraterin lebt in Hamburg und ist Mitbegründerin von "trust the girls", einer Meinungsplattform für feministische Themen

Als Vorbereitung auf die Demo hat Melanie-Jasmin mit Freundinnen am vergangenen Sonntag einen Plakat-Workshop veranstaltet.

Die Frauen organisierten einen Raum und stellten die Materialien. Jeder, der Lust hatte, konnte dort Plakate für die Demonstration am Weltfrauentag gestalten. 

"Es ist doch viel schöner, gemeinsam Schilder zu malen. So entsteht eine inspirierende Dynamik", sagt Melanie-Jasmin. Am Ende seien sogar genug Plakate entstanden, um sie auch an Leute zu verteilen, die auf der Demo keine eigenen Schilder hatten. 

Dieses Schild hatte Melanie-Jasmin dabei:

Ein jamaikanischer Street-Art-Künstler hat es beim Workshop gestaltet.

An dem Workshop nahmen Frauen und Männer teil. Darunter einige, die sich schon länger politisch engagieren und regelmäßig auf Demonstrationen dabei seien. "Aber auch Frauen, die noch nicht so viele Berührungspunkte mit Protest-Aktionen hatten und einfach mal gucken wollten, was wir so machen", sagt Jeske. 

Hier sind einige Eindrücke vom Plakat-Workshop in Hamburg: 

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Weiterhin neue Unterstützer zu gewinnen und kreativ zu protestieren sei auch im Jahr 2018 wichtig: 

"Weil auch heute noch sexistische Diskriminierung, sexualisierte Belästigung und Gewalt ein weltweites Problem sind und wir immer noch nicht frei und selbstbestimmt über unseren Körper verfügen dürfen." 

Plakate seien selbst im Zeitalter von Instagram & Co. noch eine tolle Form für kreativen Protest, sagt Melanie-Jasmin. Im besten Fall würden sich die bunten Botschaften übers Netz verbreiten und dort noch viel länger auf die Forderungen der Demonstranten aufmerksam machen: 

Was wäre denn der Women's March in Washington gewesen, ohne die vielen Schilder, die sich in kürzester Zeit verbreitet haben?
Melanie-Jasmin Jeske

Denn darum geht es beim Demonstrieren: Nicht einfach nur auf die Straße gehen, sondern Themen sichtbar halten. Bis sich etwas ändert.


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