"Ich habe alle Möglichkeiten – und sie?"

Ausbeutung, Gewalt, Naturkatastrophen – Es gibt vielfältige Gründe, warum Menschen auf der Flucht sind. Sie verlassen ihr Zuhause, um woanders menschenwürdiger leben zu können.

Im neuen Bericht des Uno-Flüchtlingswerks UNHCR steht: 

Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht wie jetzt. 2017 gab es insgesamt 68,5 Millionen Flüchtlinge weltweit.

Doch für viele in Deutschland lebende Menschen sind die Probleme anderer Länder nicht immer so präsent. Um mehr Bewusstsein für das Thema zu schaffen, hat die Hilfsorganisation CARE ihre Bundesfreiwillige Mia Veigel, 20, nach Jordanien geschickt. Dort traf sie auf die 22-jährige Amal, die im Januar 2013 mit ihrer Familie aus Syrien floh.

(Bild: CARE)

Mia erzählt:

"Ich überlege, was ich im Januar 2013 gemacht habe und stelle mit einer Mischung aus Verwunderung und einer Art von Scham fest, dass ich zu diesem Zeitpunkt meinen Geburtstag während eines Schüleraustauschs in der Bretagne feiere. Unbegreiflich, dass zur gleichen Zeit Amal zusammen mit ihrer Familie zwischen Explosionen und Straßensperrungen die Grenze Syriens ins Nachbarland Jordanien überschreitet."

Aus ihrer Begegnung ist ein Video zum Weltflüchtlingstag entstanden – oben kannst du es anschauen.


Gerechtigkeit

Diese 11 "Burka-Trägerinnen" traf 2018 bereits das Schweizer Burkaverbot
Hat hier jemand eine Muslima gesehen?

In der Schweiz gilt seit zwei Jahren ein Burkaverbot. Genauer: im Kanton Tessin. Dort wurde ein Verhüllungsverbot für den öffentlichen Raum eingeführt. Es ist eine Art Test im Kleinen – denn 2019 stimmen voraussichtlich alle Schweizerinnen und Schweizer über ein nationales Burkaverbot ab.

Bisher traf das Burkaverbot 2018 allerdings in keinem Fall eine Muslima – sondern nur vermummte Hooligans. Und einen Comic-Helden.

Ganze elf Verfahren wurden 2018 bereits im Zuge des Tessiner Verhüllungsverbots eröffnet. Das berichtet der "Sonntagsblick" unter Berufung auf die Tessiner Justizdirektion.