Bild: dpa / Hendrik Schmidt

Morgens an Heiligabend noch schnell ein Päckchen Butter und ein frisches Brot kaufen – das fällt dieses Jahr in Deutschland flach. Der 24. Dezember fällt 2017 auf einen Sonntag, demnach wären die Supermärkte also sowieso geschlossen. 

Es gibt aber eine Ausnahmeregelung im Ladenschlussgesetz.

Für den Fall, dass der 24. Dezember ein Sonntag ist, dürfen Geschäfte, die Lebensmittel verkaufen, für drei Stunden bis maximal 14 Uhr öffnen. (Ladenschlussgesetz)

In der Weihnachtszeit verdienen Einzelhändler das meiste Geld. Dementsprechend könnte der Lebensmittelhandel seinen Gewinn mit einem weiteren Arbeitstag vor den Weihnachtsfeiertagen weiter in die Höhe treiben. 

Aldi Nord und Süd kündigten jetzt trotzdem an, zu Gunsten ihrer Mitarbeiter an Heiligabend nicht zu öffnen: 
Am Heiligabend denken wir hier vor allem an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach einer langen, intensiven Woche in Ruhe das Weihnachtsfest begehen sollen.

Das sagte der Aldi-Pressesprecher zur Entscheidung, die Filialen nicht an Heiligabend zu öffnen. (Aldi Nord)

Auch der Konzern Rewe, zu dem unter anderem Penny gehört, gibt seinen Mitarbeitern am 24. Dezember frei und verzichtet darauf, die Sonderregelung zu nutzen. (Kölner Stadtanzeiger)

Einen Haken gibt es im Fall Rewe aber: Wenn eine Filiale Inhaber geführt ist, kann dieser selbst entscheiden, ob der Supermarkt geöffnet wird oder nicht. Darauf hat der Großkonzern keinen Einfluss. 

Den ganzen Heiligabend mit der Familie verbringen und nicht zwischen Bananenkisten und Stechuhr – das ist für Mitarbeiter der Lebensmittelbranche dieses Jahr möglich. 

Heißt für Verbraucher: Einfach einen Tag früher alles besorgen, was für das Festmahl nötig ist. 


Fühlen

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