In Folge 2 unserer Serie "Alle guten Dinge" erzählen Aktivistinnen aus Verden, warum sie in ihrer Stadt Demos organisieren.

Seit Monaten gehen sie freitags aus Sorge um ihre und unsere Zukunft auf die Straße: Die Schülerinnen und Schüler, Aktivistinnen und Aktivisten der "Fridays for Future"-Bewegung. 

Etwa 600 Ortsgruppen gibt es in Deutschland, eine von ihnen ist die Ortsgruppe Verden. Die Mitglieder versammeln sich regelmäßig und organisieren Demonstrationszüge durch die Stadt, um Aufmerksamkeit für den Klimaschutz zu bekommen – und um Druck auf die Politik auszuüben. Dem Bürgermeister von Verden haben sie bereits ihre Forderungen vorgelegt, damit wollen sie sich aber nicht zufrieden geben.

„Ich möchte meinen Kindern nicht sagen, dass ich nichts unternommen habe.“
Emily, "Fridays for Future" Verden

Die Klimaaktivistinnen halten schon länger durch, als viele Kritiker ihnen zugetraut hätten. Von verächtlichen Vorwürfen, dass sie spätestens in der Ferien aufgeben würden, bis hin zu Drohungen, man solle den versäumten Unterricht in die Zeugnisse schreiben – diese jungen Leute haben viele gegen sich aufgebracht. 

Was motiviert sie, trotzdem weiter zu machen? Welche drei Dinge helfen ihnen dabei, weiter für das Klima auf die Straße zu gehen? 

Videoreihe: "Alle guten Dinge"

In unserer Reihe "Alle guten Dinge" sprechen wir mit aktiven jungen Menschen über ihr Engagement. Welche drei Dinge sind es, die sie motivieren? Oder inspirieren? Die ihnen helfen, weiter zu machen? Die Videoserie zeigt, wofür junge Menschen sich einsetzen, was sie persönlich antreibt – und was sie dazu brauchen. 


Gerechtigkeit

Warum sind die Jusos plötzlich so mächtig?
Und wie sie die Älteren hinter sich vereinen

Wer derzeit die Berichterstattung über die SPD und ihre neue Spitze verfolgt, könnte fast den Eindruck bekommen, das Wahlergebnis habe nichts mit den Kandidaten zu tun, nichts mit ihren Ideen oder der Politik der vergangenen Jahre, sondern vor allem einem Mann: Kevin Kühnert (30), Vorsitzender der Jusos und seit neustem auch Kandidat für den Vize-Vorsitz der Partei. 

Die "Bild" schreibt, die neue Spitze verdanke ihren Wahlerfolg vor allem Kevin Kühnert. Die Berliner "Morgenpost" attestiert, Kühnert habe es geschafft, das "Parteiestablishment in die Knie zu zwingen". Sandra Maischberger gratulierte dazu, dass er die SPD-Führungsspitze "einfach mal so durchs Ziel gebracht" habe. Und der SPIEGEL schreibt, es habe wahrscheinlich in Deutschland "nie einen 30-jährigen Politiker gegeben, der so mächtig war, wie es derzeit Kevin Kühnert ist." Aber wie konnte es dazu kommen? Und sind Kühnert und seine Jusos wirklich so mächtig?