Bild: dpa

Schleswig-Holstein hat gewählt – und nicht nur für die SPD ist es eine Niederlage. Denn der Anteil der weiblichen Abgeordneten ist auf rund 30 Prozent zurückgegangen. Von 75 Abgeordneten sind nur 22 Frauen. Bei der CDU, die mit 25 Abgeordneten die größte Fraktion stellt, sind nur 3 Frauen vertreten, Frauenanteil 12 Prozent.

Sogar die AfD schneidet besser ab, unter 5 Abgeordneten ist eine Frau vertreten. Das sieht zwar auch nach Männerclub aus, ist aber rein rechnerisch ein Frauenanteil von 20 Prozent.

Schuld an der Misere sind die Parteien, die auf ihren Listen Männern den Vorzug gegeben haben. 

Aber auch die Wähler haben Schuld, denn sie haben diese Parteien schließlich auch noch gewählt. Dass es auch anders geht, zeigen die Grünen: Sie stellen 10 Abgeordnete im neuen Landtag, 5 davon Männer und 5 Frauen.

Der Frauenanteil im gesamten Landesparlament beträgt damit 30,1 Prozent. Im Oktober 2016, vor der Wahl, waren es noch 31,9 Prozent. Die Anzahl der weiblichen Abgeordneten ist sogar gleich geblieben, es sind 22. Aber weil das Parlament durch Überhangmandate von 69 auf 73 Mitglieder anwächst, sinkt der Frauenanteil. (Landtag SH)

Im bundesweiten Vergleich befindet sich Schleswig-Holstein damit im Mittelfeld. Schlusslichter sind Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Thüringen steht mit 40,1 Frauenanteil im Landtag an der Spitze. (LpB BW)

Im Bundestag sind 36,5 Prozent der Abgeordneten Frauen.


Today

Wie es in Frankreich jetzt weitergeht
Fünf Dinge, die Macron vor sich hat

Es steht fest: Emmanuel Macron wird der nächste Präsident in Frankreich. Mit 66 Prozent der gültigen Stimmen hat er die Stichwahl am Sonntag klar gewonnen. (bento)

Doch der Sieg ist nur ein erster Schritt. Jetzt muss Macron erfüllen, was er im Wahlkampf versprochen hat – und er muss sehen, wie er überhaupt regieren kann.

Was jetzt auf ihn zu kommt: