Bild: dpa/Polizei Sachsen

Der mutmaßliche Terrorist Jaber al-Bakr hat sich im Gefängnis das Leben genommen. Der Vorfall habe sich am Mittwochabend in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Leipzig ereignet, teilte das sächsische Justizministerium mit.

Al-Bakr kam als Flüchtling getarnt nach Deutschland und soll von Chemnitz aus einen Anschlag geplant haben, vergangenes Wochenende war er auf der Flucht (bento I). Gestellt wurde er nicht durch die Polizei – sondern durch andere syrische Flüchtlinge, die ihn erkannt und in einer Wohnung in Leipzig gefesselt hatten (bento II).

Al-Bakrs Anwalt spricht jetzt von einem "Justizskandal".

Denn SPIEGEL-Informationen zufolge soll sich Al-Bakr im Hungerstreik befunden haben. Wegen akuter Suizidgefahr sei er unter ständiger Beobachtung gewesen. Sein Tod wäre somit ein Versagen der sächsischen Justiz.

Der Pflichtverteidiger Alexander Hübner sagte dem Magazin "Focus", Al-Bakr habe bereits Lampen zerschlagen und versucht, in Steckdosen zu greifen. Seit Sonntag habe er nichts gegessen. Noch am Mittwoch habe die Gefängnisleitung dem Anwalt versichert, dass der Inhaftierte ständig beobachtet werde.

Auch Politiker zeigen sich fassungslos:

Info: In der ersten Überschrift zum Artikel hatten wir "Neues Versagen der sächsischen Polizei?" getitelt. Da die Haftanstalt zum Justizressort gehört, haben wir die Zeile geändert.

Die Hintergründe zum Fall:

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