Bild: dpa / Daniel Maurer
Es gab wesentlich weniger Laden- und Taschendiebstähle.
Was ist passiert?

In Deutschland sind im vergangenen Jahr zehn Prozent weniger Verbrechen verübt worden. Die Zahl der registrierten Straftaten sank auf 5,76 Millionen, insgesamt gab es knapp 611 000 weniger Verbrechen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" vorab aus der Polizeilichen Kriminalstatistik, die Innenminister Horst Seehofer am 8. Mai vorstellt. Einen so hohen Rückgang gab es seit 25 Jahren nicht. (Welt)

Warum ist die Zahl gesunken?

Da die Kriminalstatistik noch nicht offiziell vorgestellt wurde, sind weitere Details zu den Ursachen noch nicht bekannt. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, sagte, dass es damit zusammenhänge, dass weniger Asylsuchende nach Deutschland gekommen seien. 

Inwiefern das aber tatsächlich den Rückgang erklären kann, ist fraglich. Zumindest im Jahr 2015 war der Anteil von Zuwanderinnen und Zuwanderern unter den Kriminellen gering: Er lag bei 6,5 Prozent. (Dokument beim BKA)

Welche Straftaten werden häufig verübt?

Ein Drittel der verübten Verbrechen sind Diebstähle. Im vergangenen Jahr wurde allerdings wesentlich weniger geklaut als im Jahr zuvor: Die Zahl sank um fast zwölf Prozent auf 2,09 Fälle. Es gab weniger Laden- und Taschendiebstähle, auch wurden weniger Autos und Fahrräder geklaut. 

Außerdem sind die Wohnungseinbrüche um mehr als ein Fünftel zurückgegangen. Die Polizei erfasste für 2017 insgesamt etwa 117 000 versuchte und vollendete Wohnungseinbrüche. 

Heißt das, Deutschland ist sicherer geworden? 

Malchow warnte in der "Welt" vor solchen "voreiligen Schlussfolgerungen". Fakt ist aber: 600 000 Verbrechen weniger als im Vorjahr – das bedeutet tausende Fahrräder, Autos und Handtaschen, die 2017 nicht unfreiwillig ihren Besitzer wechselten.

Mit Material der dpa.


Gerechtigkeit

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Es ist eine der größten Protestaktionen gegen die AfD: 18 Organisationen aus ganz Deutschland haben sich zusammengetan, um ein Zeichen gegen die rechtspopulistische Partei zu setzen. 

"Wir rufen die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unerträgliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen", schreiben sie in einer Anzeige in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".