Bild: Pixabay; Montage: bento

Dein Pistazien-Snack könnte in Gefahr sein – und das liegt an Donald Trump. Der US-Präsident hat einen neuen, härteren Kurs gegen den Iran beschlossen. Es drohen neue Sanktionen.

Das Problem: Der Iran gehört zu den größten Pistazien-Lieferanten der Welt. 

Verschärft sich der Streit zwischen den USA und Iran, droht der Pistazien-Handel einzubrechen, warnen nun die Iraner.

Die Hintergründe:

  • Der weltweite Pistazienhandel ist ein Milliardengeschäft, die größten Akteure sind ausgerechnet die USA und Iran.
  • Aktuell kontrollieren beide Staaten zwischen 70 und 80 Prozent der jährlichen Pistazien-Produktion.
  • Beide Länder waren Jahrzehnte verfeindet, es gab keine diplomatischen Beziehungen.
  • Ein internationaler Deal zwischen den USA, der EU und dem Iran entspannte ab 2015 die Lage.
  • Nun will Trump diesen Deal aufkündigen – für den iranischen Handel hätte das problematische Folgen.

Hojat Hassani Sadi ist stellvertretender Direktor der iranischen Pistazien-Vereinigung. Er beschwert sich gegenüber der BBC über einen "unfairen und ungerechten Wettbewerb". Dabei seien die iranischen Pistazien viel schmackhafter als im Rest der Welt.

Die USA haben seit 1980 eine 241-prozentige Einfuhrsteuer auf die Iran-Pistazien. Und auch sonst könnte das Ende des Irandeals Probleme für das Land bedeuten: Mit neuen Sanktionen wird zwar nicht der Pistazienhandel verboten, aber unter anderem Bankgeschäfte. Fallen die aus, wird es auch für die Pistazien-Exporteure schwer.

Warum will Trump gegen den Iran vorgehen?

Der Iran ist eine Diktatur, die von schiitischen Geistlichen beherrscht wird. Gleichzeitig leben im Land viele junge Menschen, die an der Öffnung des Iran arbeiten. Erst im Mai haben sie mit der Wiederwahl des liberalen Präsidenten Hassan Rouhani ihren friedlichen Kurs bestätigt (bento). 

Trump hält diese Fortschritte nicht für wichtig – und macht den Iran zum Hauptverantwortlichen für den Terrorismus im Nahen Osten. Er fürchtet, dass das Land heimlich an Atomwaffen kommen will. In einer Grundsatzrede Mitte Oktober versprach er, die historische Einigung zwischen Iran und dem Westen wieder zu kappen (SPIEGEL ONLINE).

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Wir schreiben das Jahr 2017. Das muss man bei der folgenden Meldung lieber nochmal dazusagen. Lidl verkauft in seinem Online-Shop Schlafanzüge für Kinder. Für die Jungs in blau: "Be your own superhero." Für die Mädchen in rosa: "Daddy is my superhero."