Bild: Getty Images / Brian Blanco

In zweiter Nacht in Folge waren Hunderte Menschen in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina auf den Straßen. Sie demonstrierten weiter gegen Polizeigewalt. Nach zuerst friedlichen Protesten eskalierte die Situation, die Polizei setzte Tränengas ein. Der US-Sender CNN berichtete, ein Demonstrant sei angeschossen worden, er schwebe in Lebensgefahr. Zuerst hieß es von Seiten der Polizei, er sei an der Schussverletzung gestorben. Es habe sich laut Polizei um eine "Konfrontation zwischen Zivilisten gehandelt" (SPIEGEL ONLINE).

Pat McCrory, der Gouverneur des Bundesstaates North Carolina, rief noch in der Nacht für Charlotte den Pat McCrory, der Gouverneur des Bundesstaates North Carolina, rief den Notstand aus und mobilisierte die Nationalgarde. Die Bürgermeisterin von Charlotte, Jennifer Roberts, forderte die Menschen dazu auf, nicht auf die Straße zu gehen und zu Hause zu bleiben ("Süddeutsche Zeitung").

Eine Übersicht der wichtigsten Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA aus den letzten Jahren findet ihr hier:
Ein Polizist erschießt im August 2014 in Ferguson einen unbewaffneten Schüler. Es gibt keinen Gerichtsprozess - die "Black Lives Matter"-Bewegung wird bekannt.
Sechzehn Mal schießt ein Polizist im Oktober 2014 auf den 17-jährigen Labuan McDonald, der in Chicago über eine Straße rennt. Der Beamte wird des Mordes angeklagt.
Tamir Rice ist erst zwölf Jahre alt, als er beim Spielen mit einer Softairwaffe in den Straßen von Cleveland in Ohio im November 2014 von einem 26-jährigen Polizisten niedergeschossen wird.
Im Dezember 2014 wird Rumian Brisbon bei einer Personenkontrolle in Phoenix erschossen. Die Polizei glaubte, er sei bewaffnet - tatsächlich hatte er nur Medikamente in der Tasche.
Bei einer Verkehrskontrolle im April 2015 erschießt die Polizei den 50-jährigen Walter Scott in North Charleston, South Carolina. Zuvor gab es Streit - wegen eines kaputten Rücklichts.
Im Juli 2015 wird Samuel DuBose bei einer Verkehrskontrolle in Cincinnati, Ohio, erschossen. Sein Auto hatte vorne kein Nummernschild. Er war unbewaffnet.
Im Dezember 2015 tötet ein Polizist aus Chicago einen 19-jährigen Studenten und eine 55-jährige Frau. Der Jugendliche hatte zuvor seinen Vater bedroht, die Frau wird versehentlich getroffen.
Zeugen filmen mit ihren Smartphones, wie der 37-jährige Verkäufer Alton Sterling im Juli 2016 in einem Supermarkt in Louisiana auf dem Boden liegend erschossen wird.
Ein Live-Video der Freundin von Philando Castle zeigt, wie auf ihn geschossen wird, als er bei einer Fahrzeugkontrolle in Saint Louis, Missouri, im Juli 2016 seine Fahrzeugpapiere zeigen möchte.
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Am Dienstagabend hatten Polizeibeamten den 43-jährigen Keith Lamont Scott erschossen. Scott wurde fälschlicherweise für einen dringend Tatverdächtigen gehalten. Die Polizei ging davon aus, dass er bewaffnet war. Seine Familie beteuert, er habe keine Waffe gehabt, sondern nur ein Buch in der Hand gehalten.

Mehr zu den Protesten erfährst du hier:

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