Bild: Twitter/John Sawyer

Jedes Schwimmbad hat seine Regeln und einen Bademeister, der sklavisch auf deren Einhaltung achtet. Weil man im Badeeifer aber manchmal vergessen kann, ob Pommes Rot/Weiß im Kinderbecken erlaubt sind, gibt es immer auch Hinweisschilder. Kindgerecht sind die möglichst bunt und einfach zu entschlüsseln. So auch auf einem Poster des Roten Kreuzes in den USA:

  • Cool ist: Brav am Sprungturm anstehen und jenen helfen, die nicht so gut schwimmen können.
  • Weniger cool ist: Köpfer machen, andere schubsen, nicht anständig schwimmen können, Limonade am Beckenrand trinken und im Schwimmbad rennen.

Über die Sinnhaftigkeit der Regeln kann man streiten – über ihre Darstellung allerdings nicht. Denn in vier der fünf Fälle, die eine Situation als "not cool" darstellen, sind schwarze Kinder beteiligt. Beim fünften Beispiel, jemand trinkt eine Limo neben dem Schwimmbecken, mutet das Kind asiatisch an. Die Kinder, die sich "cool" verhalten, sind hingegen beide weiß.

Das Rote Kreuz hat sich für das rassistische Poster bereits entschuldigt.

Entdeckt hat das Poster eine empörte Familie beim Ausflug im US-Bundesstaat Colorado. Sie hat das Rote Kreuz daraufhin angetwittert (BBC). In einer Stellungnahme reagierte der Verband:

We deeply apologize for any misunderstanding, as it was absolutely not our intent to offend anyone.

Das Plakat wurde demnach von der Webseite und der App des Roten Kreuzes entfernt, die Produktion eingestellt. Verbundene Schwimmbäder wurden informiert, die Plakate zu tauschen. Das Rote Kreuz nannte die Zeichnung ein "unbeabsichtigtes Missverständnis".

Lass uns Freunde werden!


Today

36 Tote nach Explosionen auf Istanbuler Flughafen
Der IS wird hinter dem Anschlag vermutet

Am Dienstagabend haben Selbstmordattentäter den größten Flughafen der Türkei in Istanbul angegriffen. Sie schossen mit Maschinengewehren und zündeten Bomben. Laut Ministerpräsident Binali Yildirim kamen 36 Menschen ums Leben. Mindestens 147 wurden nach Angaben des Justizministeriums verletzt. (New York Times)

Der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahin, berichtete von drei Angreifern und drei Explosionen. Eine der Explosionen soll sich vor dem Internationalen Terminal ereignet haben. (CNN)

Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie ein Polizist in einem Gebäude auf einen der Angreifer schießt und dieser zu Boden geht. Der Polizist beugt sich über den Angreifer und rennt weg. Der zündet offenbar eine Bombe und sprengt sich selbst in die Luft. Andere Videos zeigen fliehende Menschen und eine Explosion.