Bild: Screenshot Facebook

Was ist passiert?

Vor einer Filiale der US-Restaurantkette Waffle House hat ein Polizist einen jungen schwarzen Mann in den Würgegriff genommen und anschließend zu Boden gerungen. Das ist auf einem Video zu sehen, das auf Facebook bereits mehr als 900.000 Mal angeklickt wurde.

Der 22-Jährige hatte gerade seine jüngere Schwester zu ihrem Abschlussball gebracht und wollte sich in dem Restaurant etwas zu essen besorgen. Dabei soll es zu einer mündlichen Auseinandersetzung mit Bediensteten gekommen sein. Die riefen anschließend die Polizei. (Time)

Was genau geschah, ist noch unklar: Das Video startet erst in dem Moment, als der eingetroffene Polizist den 22-Jährigen bereits im Würgegriff hat und ihn gegen die Wand drückt. Was vorher passiert ist, in welchem Kontext die Situation also stattgefunden hat, ist nicht bekannt. Fest steht: Während der Polizist ihn weiterhin am Hals packt, ringt er den jungen schwarzen Mann zu Boden. Kurz darauf wird der in Handschellen abgeführt. (ABC11)

Warum ist das wichtig?

Der Vorfall rief heftige Kritik in den sozialen Netzwerken hervor – sowohl das brutale Vorgehen des Polizisten wurde kritisiert als auch Waffle House.

Erst kürzlich war es in einem anderen Restaurant der Kette zu einer ähnlichen Auseinandersetzung gekommen. Dabei hatten Bedienstete des Restaurants in Alabama nach einem Streit mit einer 25-jährigen Schwarzen die Polizei gerufen. (Washington Post)

Auf einem Handyvideo ist zu sehen, wie daraufhin zwei Polizisten die Frau zu Boden ringen, wobei ihr Top verrutscht und ihre Brüste zu sehen sind. Währenddessen ist zu hören, wie einer der Polizisten sagt, er werde ihr den Arm brechen

Bernice King, Tochter des Bürgerrechtlers Martin Luther King, rief auf Twitter zu einem Boykott von Waffle House auf, bis sich das Unternehmen zu einer Diskussion um Rassismus verpflichte und seine Bediensteten im Umgang damit trainiere.

Im April waren in einem Starbucks in Philadelphia zwei Schwarze vollkommen grundlos festgenommen worden. Bedienstete hatten die Polizei gerufen, nur weil die beiden nichts bestellt und auf einen Freund gewartet hatten. Nach Protesten entschuldigte sich das Unternehmen und entschädigte die Männer. Zudem verpflichtete sich Starbucks, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schulen, um Rassismus zu bekämpfen. (bento)


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