Bild: Getty Images/Joe Raedle
Merci!

Wenn der Präsident des Landes seinen Job nicht richtig macht, dann mach ich's eben selber.

Das dachte sich wohl der ehemalige New Yorker Bürgermeister und Milliardär Michael Bloomberg und kündigte in einem Interview mit dem Sender CBS an, die US-Beiträge zum Pariser Klimaabkommen aus seiner Stiftung finanzieren zu wollen. 

US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten letztes Jahr formal den Aussteig der USA aus dem Pariser Klimaabkommen verkündet. (bento)

Nun sagte Bloomberg:

Die USA haben eine Verpflichtung und wenn die Regierung sich nicht kümmert, dann tragen wir alle Verantwortung. Ich kann mich darum kümmern.
Michael Bloomberg
Michael Bloomberg wurde im vergangenen März von den Vereinten Nationen zum Klimabeauftragten erklärt.

Schon kurz nachdem Trump den Ausstieg beschlossen hatte, hatte Bloomberg sich mit anderen Bürgermeistern und Gouverneuren zusammengeschlossen und verkündet, den Vereinten Nationen einen Plan vorlegen zu wollen, wie sie die Reduktion der Treibhausgase weiter vorantreiben können. 

Auch Unternehmen – sogar aus dem Energiesektor – stellten sich damals gegen Trump und erklärten, eigenmächtig gegen den Klimawandel zu kämpfen:

Der Chef des Industriekonzerns General Electric, Jeff Immelt, rief dazu auf, sich nicht auf die Politik zu verlassen.
GE umfasst Sparten wie Öl und Gas, Elektrotechnik und ebenso erneuerbare Energien.
Auch Apple hält am Kampf gegen Klimawandel fest.
Elon Musk trat von zwei seiner Ämter in Trumps Wirtschafts-Beratunsgremium zurück. Er ist der Gründer und Chef des Elektroauto-Riesen Tesla und des Raumfahrtunternehmens SpaceX.
Auch der Chef des Unterhaltungskonzerns Walt Disney, Robert Iger, will nicht länger als Berater von Trump tätig sein.
Lloyd Blankfein, Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs, hatte zuvor noch nie getwittert – aber Trumps Entscheidung konnte er nicht unkommentiert lassen:
1/12

"Es ist gefährlich, weiterhin das zu tun, was die USA tut", sagte Bloomberg. 

"Wenn alle etwas beitragen würden, wäre unsere Situation besser, das stimmt. Aber wenn auch nur ein paar Menschen und ein paar Ländern das Richtige tun, können wir auch alle davon profitieren."

Bloomberg versprach, einen Scheck über 4,5 Millionen Dollar zu schreiben.


Gerechtigkeit

In Baden-Württemberg protestieren 27.000 Schüler gegen das Englisch-Abi
Es war anscheinend einfach viel zu schwer

In Baden-Württemberg stecken die Abiturienten gerade in der heißen Prüfungsphase. Das Englisch-Abi haben die Schüler schon hinter sich gebracht. Doch es sei viel zu schwer gewesen, beschweren sich nun viele Schüler.

Deshalb haben sie eine Petition namens "Englisch Abitur 2018 Baden-Württemberg unfair!" eingereicht. 27.000 Schüler haben bereits unterschrieben.