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Einst wollten sich die USA aus dem Bürgerkrieg in Syrien heraushalten – jetzt haben sie ihre Spezialeinheiten im Land weiter aufgestockt. Einige Hundert Marines wurden in den vergangenen Monaten nach Syrien verlagert. Mit schwerer Artillerie sollen sie die Eroberung der Stadt Rakka unterstützen, dem Hauptquartier der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Die Spezialeinheiten wurden bereits unter Ex-Präsident Barack Obama im Oktober vergangenen Jahres losgeschickt. Ihre Entsendung wurde jetzt von Armeegenerälen gegenüber military.com bestätigt. Insgesamt befinden sich nun knapp 1000 US-Soldaten in Syrien.

Warum ist das wichtig?

Der Krieg in Syrien gehört zu den schlimmsten Konflikten unserer Zeit. Von einem Bürgerkrieg zwischen Rebellen und Regierungstruppen des Präsidenten Baschar al-Assad hat er sich zu einem globalen Krieg entwickelt (bento). Islamistische Milizen, Regionalmächte wie die Türkei, Saudi-Arabien und der Iran mischen mit, aber auch Länder wie Russland und die USA. Die Zivilisten leiden unter Angriffen aller Parteien (bento).

Offiziell bemühen sich alle Länder um ein Ende des Krieges und Friedensgespräche. Tatsächlich unterstützen sie viele lokale Milizen und Warlords in Syrien – und halten so den Konflikt am Leben. Die US-Marines kämpfen zum Beispiel gemeinsam mit dem kurdisch-arabischen Bündnis der "Syrisch-Demokratischen Kräfte" (SDF) gegen Islamisten. Die Türkei, ein Partner der USA, bekämpft wiederum die SDF.

Was die verschiedenen Allianzen also hervorbringen: neue Gewalt.

Das bedeutet der Krieg für die Menschen vor Ort:


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