Bild: dpa/Evan Vucci
Geschenke muss man annehmen

Als der französische Präsident Emmanuel Macron zusammen mit seiner Frau Brigitte vergangenen Montag den US-Präsidenten Donald Trump und seine Frau Melania besucht hat, ließ er es sich selbstverständlich nicht nehmen, auch ein Geschenk an die Gastgeber mitzubringen. 

Was die Trumps bekamen? Eine französische Eiche aus einem Wald in Belleau, nordöstlich von Paris. Der Wald, in dem kurz vor Ende des ersten Weltkriegs fast 2000 US-Marines ums Leben kamen. (SPIEGEL ONLNE)

Der Baum wurde von den Präsidenten sehr symbolträchtig vor dem weißen Haus gepflanzt. Das Bild ging um die Welt – und wurde zum lustigen Meme. (bento)

Am Samstag dann große Verwirrung: Fotografen bemerkten bei einem Termin im Weißen Haus, dass der Baum weg ist. 

Wo ist das Bäumchen?

Bleibt die Frage, wo der Baum nun abgeblieben ist. Denn an der Stelle, wo er stand, ist nur noch ein trauriger, kahler, gelber Fleck auf dem Rasen zu sehen. 

Das Weiße Haus hat sich bisher nicht dazu geäußert. Die französische "Huffington Post" berichtet aber, dass die kleine Eiche in Quarantäne sei. Das habe der amerikanische Zoll veranlasst. In den USA werden sämtliche Pflanzen aus dem Ausland kontrolliert, bevor sie gepflanzt werden. So sollen Krankheiten und schädliche Insekten aus dem Land fern gehalten werden. 

Oder mochte Trump das Geschenk einfach nicht – weil es ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl von Präsident Macron war? 

Und was ist mit den Geschenken der Macrons?

Natürlichen haben Donald und Melania auch Emmanuel und Brigitte etwas geschenkt. Und zwar: 

  • Ein Polsterstück von einem Stuhl aus dem Weißen Haus – eingerahmt.
  • Ein Fotoalbum mit Erinnerungen an ihren Besuch.
  • Eine Silberschale von "Tiffany" mit dem Präsidenten-Siegel und den Unterschriften der Trumps.

Über ein Verschwinden dieser Gastgeschenke ist bisher nichts bekannt. 


Gerechtigkeit

Söder wird für die Kreuz-Pflicht kritisiert – ausgerechnet vom Erzbischof von München
Nicht einmal die Katholiken sind dafür.

Markus Söder will, dass in allen bayrischen Behörden Kreuze hängen und wurde dafür bereits stark kritisiert (bento). Nun hat er noch einen Rüffel bekommen – und das ausgerechnet von einem Vertreter der katholischen Kirche: Kardinal Reinhard Marx

Marx ist Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und außerdem Erzbischof von München und Freising.