Bild: Getty Images
Geflüchtete aus anderen Ländern werden hingegen besser behandelt.

Seit mehr als einem Jahr ist US-Präsident Donald Trump im Amt. Jetzt liegen erste Zahlen vor, wie die USA inzwischen mit Flüchtlingen umgeht. Wer in die USA einreist, wird von der Einwanderungsbehörde des Ministeriums für Innere Sicherheit (ICE) überprüft – und gegebenenfalls direkt wieder in sein Herkunftsland abgeschoben.

Im Vergleich zu 2016 wurden im ersten Jahr Trump deutlich weniger Migranten zurückgeschickt. 
Aber: Das gilt nicht für Flüchtlinge aus Afrika – hier war das ICE deutlich abschiebefreudiger.

Konkret gab es 2017 insgesamt 226.119 "Removals", also Rückführungen von Migranten. Im Jahr 2016, dem letzten Jahr unter Ex-Präsident Barack Obama, waren es noch 240.255. (Hier kannst du die Daten einsehen.

  • Als "Removal" beschreibt das ICE sowohl die erzwungene Rückführung als auch die freiwillige Rückkehr von Migranten, die keinen Aufenthalt in den USA bekommen. Im Bericht wird aber nicht unterschieden, was häufiger passiert.

Obwohl die Zahlen insgesamt zurückgingen, stiegen sie für die zehn afrikanischen Länder, aus denen die meisten Menschen in die USA kommen, stark an: um 140 Prozent. Statt zuvor 756 Menschen, wurden nun 1815 abgeschoben. Ausgerechnet die Abschiebungen nach Mexiko hingegen – das Trump in Wutreden regelmäßig zum Staatsfeind erklärt – sind um etwa 20.000 gesunken. Von 149.821 auf 128.765.

Diese zehn afrikanischen Länder sind am stärksten betroffen: 
(Bild: ICE)

Am stärksten betroffen waren Flüchtlinge aus Somalia. Das dürfte vor allem an Trumps "Muslim Ban" liegen – einer Einreisesperre für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern, die er nach nur acht Tagen im Amt ausgerufen hatte. Somalia war eines dieser Länder. (mehr dazu bei bento)

Gegen den "Muslim Ban" gibt es in den USA große Proteste, viele halten das Dekret für rassistisch. 

Mehrere Gerichte haben es direkt nach Einführung wieder gekippt, Trump versprach eine Überarbeitung. Die ist bis heute nicht erfolgt, die erste Version des "Muslim Ban" ist aber mittlerweile in Teilen in Kraft. (bento)

Somalia gehört zu den ärmsten Ländern Afrikas. Seit Jahren stehen sich Islamisten und Warlords in einem blutigen Bürgerkrieg gegenüber. Die Bevölkerung leidet unter einer katastrophalen Hungersnot, viele Familien leben seit Jahren in Zeltlagern an den Grenzen zu Nachbarländern. Hier kannst du mehr über die Lage in Somalia erfahren:

Und mehr zu Trumps Amtszeit erfährst du hier – Tag für Tag:
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