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Und alle weiteren wichtigen Fragen über die Wahlnacht

Am Dienstag wählen die US-Bürger ihren 45. Präsidenten. Für die Demokraten steht die erfahrene Politikerin Hillary Clinton zur Wahl, für die Republikaner der umstrittene Geschäftsmann Donald Trump. Außerdem gibt es alternative Kandidaten, die aber keine Chance haben.

Wann gibt es Wahlergebnisse?

Die ersten Bundesstaaten, darunter Florida und Kentucky, geben ihre Ergebnisse 19 Uhr Ostküstenzeit – also ein Uhr unserer Zeit – bekannt. Für Trump ist Florida besonders wichtig: Verliert er Florida, ist die Wahl für ihn wahrscheinlich gelaufen. Verliert Clinton Florida, kann sie das später in anderen Bundesstaaten noch aufholen.

Hier geht es zu den aktuellen Ergebnissen:

Eine Stunde später, um 2 Uhr, folgen Pennsylvania, Texas, New Jersey, Massachusetts und Maryland – und so geht es dann immer weiter, bis am Mittwochmorgen unserer Zeit Alaska dran ist. (The Independent)

Wann genau feststeht, wer Präsident wird, hängt davon ab, wie schnell die Kandidaten wie viele Stimmen sammeln. Vielleicht steht das Ergebnis schon 4 Uhr morgens fest, vielleicht aber auch erst um 6 Uhr. Auf bento findet ihr hier aktuelle Geschichten zur Wahl.

Wie viele Stimmen brauchen die Kandidaten zum Sieg?

Die US-Bürger geben ihre Stimmen an Wahlmänner, diese wählen dann den eigentlichen Präsidenten. In den USA gibt es 538 Wahlmänner und -frauen, sogenannte "Electors", 270 Electors braucht ein Kandidat zur absoluten Mehrheit. Die Seite Politico liefert in der Wahlnacht eine gute Übersicht.

Electors – was genau soll das sein?

Hier erklären wir dir genauer, wie die US-Wahl funktioniert. Und warum das Prinzip der Wahlmänner so ist, wie es ist:

Der Wahlkampf war so lang und anstrengend. Was waren noch mal die wichtigsten Punkte?

Eine Übersicht der wichtigsten Ver- und Entwirrungen findest du in hier:

Beide müssen sich zunächst innerhalb der Republikanischen und Demokratischen Partei gegen Mit-Kandidaten durchsetzen – der Vorwahlkampf beginnt. Und er ist schmutzig.
Früh wird klar, dass Trump ein Sexist ist. Im August 2015 beschimpft er die Journalistin Megyn Kelly, "Blut komme aus ihrem wasauchimmer":
Hillary Clinton bekommt im Frühjahr 2016 Ärger wegen ihrer E-Mail-Affäre: Sie soll als Außenministerin Staatsgeheimnisse über private Mail-Server verschickt haben. Das FBI ermittelt.
Spätestens ab August beginnt der Schmutz: "Dick Pics" von Anthony Weiner werden veröffentlicht. Er ist der Mann von Clintons persönlicher Assistentin Huma Abedin.
Auch ein Schwächeanfall von Clinton – ausgerechnet am Jahrestag von 9/11 – wird zum Thema.
Trump sagt daraufhin im ersten TV-Duell, Clinton fehle die Kraft für das Präsidentenamt.
Beim zweiten und dritten TV-Duell dreht sich daher auch viel um den Sexismus und Populismus von Trump. Clinton gilt nun als Favoritin.
Erst am Sonntagabend ruderte FBI-Chef James Comey zurück. Doch die zwei Wochen haben ausgereicht, um Trump in den Umfragen noch mal aufschließen zu lassen.
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Wie geht es nach der Wahl weiter?

Die Electors reisen nach Washington, um dort ihre Stimme abzugeben. In fast allen US-Staaten gilt das "Winner takes all"-Prinzip: Wer die Mehrheit der Stimmen hat, bekommt automatisch alle Electors. Das bedeutet, dass es reicht, dass sich ein Kandidat 51 Prozent der Wähler vereint, dann 100 Prozent der Stimmen erhält.

Nach Auszählung der Elector-Stimmen in Washington wird erst im Januar der neue Präsident vereidigt. Dieser sogenannte "Inauguration Day" ist traditionell am 20. Januar. So lange ist Barack Obama als aktuell 44. US-Präsident noch im Amt. (usa.gov)

Noch mal zu Donald Trump und Hillary Clinton: Wofür stehen die Kandidaten jeweils?

Hier findest du die wichtigsten Positionen zu Clinton:

Waffen: Für Hillary Clinton ist Waffengewalt in den USA eine "Epidemie". Sie setzt sich für strengere Gesetze ein.
"Wir müssen die Waffen aus den Händen derer wegnehmen, die sie nicht tragen sollten."
Klima: Sie will mehr erneuerbare Energie. "Wir schulden es den zukünftigen Generationen, gemeinsam gegen den Klimawandel zu kämpfen."
Bei der Außenpolitik setzt sie auf Verständigung: "Wir müssen mit muslimischen Gemeinden daheim und im Ausland zusammenarbeiten, statt sie auszugrenzen."
Immigration: Clinton will den Zuzug von Migranten erleichtern und ihre Integration verbessern. Unregistrierte Gastarbeiter sollen schneller US-Bürger werden können.
Innenpolitik: Für Clinton ist die ungleiche Behandlung von Schwarzen und Weißen eines der größten Probleme beim Thema Innere Sicherheit.
Außerdem fordert sie eine Justizreform: "Familien werden auseinandergerissen weil zu viele Menschen inhaftiert werden.“
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Und hier zu Trump:

Waffen: Donald Trump ist Anhänger des "Second Amendment", das US-Bürgern das Recht auf Waffen zuschreibt.
Er ist gegen strengere Waffenkontrollen: "Gesetzestreue Menschen sollen die Waffen besitzen dürfen, die sie haben wollen."
Klimapolitik: Trump hält die Erderwärmung für eine Lüge und Klimaschutz daher für unnötig.
Außenpolitik: Trump hält die Kriege im Nahen Osten für einen Fehler und den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" für gescheitert.
Kriminalität: Trump fordert ein hartes Durchgreifen der Polizei.
"Wir müssen Recht und Ordnung zurückbringen. Illegale Migranten haben Waffen. Und sie erschießen Leute."
Immigration: Trump kämpft für ein verschärftes Einwanderungsgesetz und den Bau einer Mauer zu Mexiko.
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Noch mehr erfahren? Wir berichten hier von der Wahlnacht.

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