Bild: Laszlo Balogh/Getty Images

Zum dritten Mal in Folge sind in der Nacht zum Samstag Tausende Menschen in Budapest auf die Straße gegangen, um gegen die Regierung des rechten Ministerpräsidenten Viktor Orban zu demonstrieren. Ausgelöst hatte die Proteste ein am Mittwoch beschlossenes Gesetz zur Arbeitszeit.

Wogegen wird protestiert?

Mit dem Gesetz werden die zulässigen Überstunden von 250 auf 400 im Jahr erhöht – während der Arbeitgeber bis zu drei Jahre lang Zeit hat, diese zu bezahlen. Bislang musste das innerhalb eines Jahres geschehen. Ungarische Gewerkschaften bezeichnen es als ein "Sklavengesetz".

Die Proteste richten sich aber auch gegen den gesamten Kurs der rechtsnationalen Regierung. In dem Land gelten Obdachlose seit dem Sommer als kriminell, außerdem sorgte Ministerpräsident Orban mit einem neuen Hochschulgesetz dafür, dass eine von George Soros, US-Milliardär ungarischer Herkunft, gegründete Universität das Land verlassen musste (SPIEGEL ONLINE).

Wie verliefen die Proteste?

Seit dem Aufkommen der Proteste am Mittwoch wurden zahlreiche Menschen festgenommen und mehrere Polizisten verletzt. Am Donnerstag setzte die Polizei massiv Tränengas gegen Demonstranten ein, die sie zuvor mit Gegenständen beworfen hatten. 

Unter den Festgenommenen war auch die Vizevorsitzende der kleinen, außerparlamentarischen liberalen Partei Momentum, Anna Donath. Sie wurde in der Nacht zum Freitag wieder freigelassen, berichtete Donath dem Sender Klubradio. Die Polizisten hätten sie festgenommen, weil sie eine Rauchbombe bei sich hatte.

Aufgerufen zu den Protesten hatten neben den Gewerkschaften auch die linke und die rechtsextreme Opposition – sie hatten sich auch im Parlament zusammengeschlossen und versucht, das Arbeitsgesetz zu verhindern.

Mit Material von dpa


Sport

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Leigh Griffiths ist Stürmer beim Fußballverein Celtic Glasgow. Derzeit fällt der 28-jährige Spieler aus, weil er an Depressionen erkrankt ist. 

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