Eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung, egal ob in einer Ehe oder nicht. So weit, so klar. Aber: In Deutschland gilt eine Vergewaltigung in der Ehe erst seit 20 Jahren als Vergewaltigung. Bis 1997 galt Missbrauch in der Ehe noch als Nötigung (Zeit Online). Unter Nötigung versteht man, dass man Jemanden zu etwas zwingt – das kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. (Strafgesetzbuch).  

Auch in Deutschland war es ein langer Weg. Noch 1983 lachte ein FDP-Politiker über den Antrag der Grünen im Bundestag, die Vergewaltigung in der Ehe mit ins Strafgesetzbuch aufzunehmen. Und auch zwölf Jahre später befand ein CDU-Politiker die Gesetzesänderung für unnötig. Erst 1997 wurde die Vergewaltigung in der Ehe für strafbar erklärt (Tagesschau). 

In anderen Ländern sieht das noch anders aus. In Indien zum Beispiel gilt der Missbrauch in der Ehe als nicht strafbar (bento).  

Der 16-jährige Inder Simar Singh hat genau darüber ein Gedicht geschrieben.

"So viele Familien haben Frauen gebeten, nicht darüber zu sprechen. So vielen Jungen wird dieses Verbrechen als Ritual beigebracht"
Simar Singh

Simar spricht über den Missstand, dass ein "Nein" von Frauen in manchen Ehen nicht akzeptiert wird. Er spricht eindringlich, drückt sich klar aus. Seine Forderung: Das muss aufhören.

Er bezeichnet sich selbst als Feminist und kämpft für Frauenrechte (Hindustan Times). Um mehr Menschen mit seinen Gedanken zu erreichen, rief Simar mit 16 Jahren den Poetry-Slam "UnErase Poetry" ins Leben.

Diese junge Inderin setzt sich für Frauenrechte ein: 


Art

"Meine Bilder helfen, sich wohler im eigenen Körper zu fühlen"
Antonio Páramo malt dicke Menschen
Runde Frauen, große Frauen, kräftige Frauen, starke Frauen.