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Die erste Kampfansage gilt seinem Palast.

In weniger als zwei Monaten wählt die Türkei ein neues Staatsoberhaupt. Am 24. Juni finden Präsidentschaftswahlen statt. Ursprünglich waren die erst für November 2019 geplant – doch Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte sie vor wenigen Wochen überraschend vorgezogen. (bento)

Die Idee hinter dem Manöver: Erdogan kann sich so schneller mehr Macht sichern, die Opposition sich kaum auf den Wahlkampf vorbereiten.

Nun hat die größte Oppositionspartei in der Türkei ihren Kandidaten benannt – und er startet mit einer Kampfansage.

Das ist er: Muharrem Ince von der Partei CHP.

(Bild: dpa)
  • Die CHP ist eine sozialdemokratische Partei und gilt als größter Gegner von Erdogans AKP.
  • Der 54-jährige Ince ist ein langjähriger Abgeordneter der CHP. 
  • Vor seinen Anhängern sagte er am Freitag, er wolle kein Präsident der CHP, sondern aller Menschen in der Türkei sein. 
  • Auch CHP-Chef Kemal Kilicdaroglu trat ans Mikro. Er kritisierte, unter Erdogan sei die Demokratie in Gefahr.

Eine Kampfansage von Ince:

Wenn er gewinnt, wolle er in den alten Amtssitz einziehen – nicht in den prunkvollen Palast, den sich Erdogan neu hat bauen lassen. Den will er in eine Schule umwandeln.

Wieso kommt es zu vorgezogenen Wahlen?

Erdogan hatte in einem Referendum im April 2017 über die Einführung eines neues Präsidialsystems abstimmen lassen – und eine knappe Mehrheit bekommen. (bento)

Dieses System bündelt noch mehr Macht beim türkischen Präsidenten. Es soll aber erst mit den kommenden Wahlen eingeführt werden. Viele Beobachter sagen: Damit Erdogan nicht bis November 2019 warten und mögliche starke Gegner fürchten muss, hat er den Wahltermin um anderthalb Jahre vorgezogen.


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Wolfgang Völz ist gestorben. Er war die Stimme von Käpt'n Blaubär
Ahoi ... und adieu.

Der Schauspieler Wolfgang Völz ist tot. Er wurde unter anderem als Synchronsprecher beliebter Kinder-Hörbücher und Zeichentrickfiguren bekannt – unter anderem als Stimme von Käpt'n Blaubär.

Völz wurde 87 Jahre alt. Er verstarb am 2. Mai in Berlin. Das berichteten am Freitag übereinstimmend die "Berliner Morgenpost" und SPIEGEL ONLINE.

So werden wir uns an den Sound von Wolfgang Völz erinnern: