Bild: Monika Skolimowska/dpa

"Ceta und TTIP stoppen! Für einen gerechten Welthandel." Zehntausende Menschen haben am Samstag in Deutschland gegen das EU-Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA (CETA und TTIP) protestiert. In Berlin, Hamburg, München, Leipzig, Stuttgart, Frankfurt und Köln gingen Menschen auf die Straße: Die Polizei zählte insgesamt mehr als 100.000 Demonstranten. (Tagesschau.de)

Worum geht es noch mal?

Die USA und die Europäische Union (EU) verhandeln derzeit über das gemeinsame Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP). Das Ziel: Den weltweit größten Wirtschaftsraum schaffen und die Produktivität steigern. Konkret hieße das unter anderem: Zölle würden wegfallen und Standards vereinheitlicht.

Was sagen Befürworter?

Im besten Fall soll TTIP für mehr Wachstum sorgen. Waren und Dienstleistungen sollen billiger werden, Löhne steigen und Arbeitsplätze geschaffen werden. So will man mit Blick auf andere Märkte, beispielsweise China, wettbewerbsfähig bleiben.

Was kritisieren die Demonstranten?

Momentan gibt es in den USA und der EU unterschiedliche Standards, Vorschriften und Normen. TTIP-Gegner befürchten, dass gerade bei sensiblen Themen aus den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft und Umweltschutz Abstriche gemacht werden, die am Ende der Verbraucher zu spüren bekommt. Die Befürchtung: Großkonzerne bekommen noch mehr Macht.

Ein Beispiel: In den USA dürfen Bauern Chemikalien benutzen, die in der EU verboten sind. Die US-Vorschriften sind auch was Genfood betrifft wesentlich laxer.

Ein weiterer Kritikpunkt: Bislang laufen die Verhandlungen nicht gerade transparent ab. Im Mai leakte Greenpeace geheime Unterlagen, die den wahren Verhandlungsstatus aufzeigten.

Zu der Demo hatte ein Bündnis aus Gewerkschaften, Verbraucher- und Umweltverbänden und kirchlichen Gruppen aufgerufen – zusammen mit den Netzwerken Attac und Campact, den Grünen und der Linkspartei sowie dem Deutschen Kulturrat. Die Veranstalter hatten allerdings mit weit mehr Teilnehmern gerechnet und insgesamt 250.000 Demonstranten erwartet.


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