Bild: dpa/Paul Zinken
In seiner Heimat wird er verfolgt.

In Tschetschenien werden Schwule verfolgt und misshandelt. Die Regierung der russischen Teilrepublik fährt eine harte Linie: Offiziell gibt es keine Homosexuellen im Land, und wenn doch, werden sie in Lagern interniert und gefoltert. Diese Vorgänge wurden bekannt, nachdem einige schwule Tschetschenen fliehen konnten (bento). 

Jetzt ist ein weiterer in Sicherheit: Deutschland hat einem schwulen Tschetschenen gerade ein humanitäres Visum ausgestellt, um ihm die Einreise zu ermöglichen. Das teilte das Auswärtige Amt dem Berliner "Tagesspiegel" mit.

Es könnte nicht bei dem Einzelfall bleiben.
  • Insgesamt wurden an die deutsche Botschaft in Moskau fünf Fälle von Betroffenen herangetragen.
  • Bei allen Fällen werde nun geprüft, welche Unterstützung geleistet werden kann.

In dem muslimisch geprägten Tschetschenien sind Homophobie weit verbreitet – Angehörige der LGBT-Community werden ausgegrenzt. Auch im Mutterstaat Russland gelten strenge Anti-Schwulen-Gesetze. 

Verfolgten Tschetschenen wurde ihre "nichttraditionelle sexuelle Orientierung" vorgeworfen. Mit der Formulierung wird Homosexualität umschrieben. Offiziell wird aber verleugnet, dass es Schwule überhaupt gibt – der Staat kann so komplett rechtsfrei gegen sie vorgehen.

Die UN hat sich mit einem Aufruf direkt an Russland gewandt, Druck auf die Führung in Tschetschenien zu machen. Die Jagd auf Homosexuelle müsse gestoppt werden, heißt es darin (bento).

So macht auch ein EU-Politiker auf das Thema aufmerksam:


Gerechtigkeit

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