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Es war der wahrscheinlich komplizierteste Besuch in Justin Trudeaus bisheriger Amtszeit als kanadischer Premierminister. Menschen auf der ganzen Welt warteten darauf, dass der "kanadische Obama" seinem südlichen Nachbarn die Leviten liest. Doch das Gegenteil war der Fall: Trump und Trudeau fanden Gemeinsamkeiten - ausgerechnet beim Thema Frauenrechte. Mit der Trump-Tochter Ivanka wurde dafür sogar eine eigene Initiative zum Thema Gleichberechtigung am Arbeitsplatz gegründet.

Warum hilft Justin Trudeau der Trump-Familie?

Das Thema Frauenrechte ist eines der wenigen, bei dem Trump und Trudeau keine Konflikte fürchten müssen. Vor allem wahrscheinlich, weil es den US-Präsidenten einfach nicht interessiert. Für seine Tochter Ivanka ist es dagegen eines der Lieblingsthemen. Die Unternehmerin, die keinen offiziellen Posten in der Regierung ihres Vaters hat, versucht schon seit Wochen, sich darüber zu inszenieren. Bei der Gründung der gemeinsamen Initiative mit Trudeau wirkte sie dementsprechend begeistert.

Mit der Gründung einer gemeinsamen Initiative haben beide Staatschefs die Schlagzeilen, die sie sich wünschen, ohne dafür viel zu riskieren. Für die Trumps ist es vor allem geschickte PR in eigener Sache. Insbesondere für Ivanca, die viele Beobachter schon seit langem als die heimliche First Lady der USA ansehen. Für Trudeau dagegen ist es ein eleganter Weg, um Gemeinsamkeiten mit dem großen Nachbarland zu demonstrieren, ohne sein Image zu riskieren.

Warum Trudeau dringend Gemeinsamkeiten mit Trump braucht

Dass sich der liberale Pop-Politiker Trudeau ausgerechnet mit einem autoritären US-Präsidenten wie Donald Trump gut verstehen will, klingt nur auf den ersten Blick bizarr. Tatsächlich ist der kanadische Premierminister schlicht und ergreifend auf gute Beziehungen zu den USA angewiesen, weil sein Land wirtschaftlich vom südlichen Nachbar abhängig ist - zwei Drittel aller kanadischen Exporte gehen in die Vereinigten Staaten. (SPIEGEL ONLINE)

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