Bild: imago/Lisa Rose

Die Zeit ist abgelaufen – so lautet die Botschaft von mehr als 300 Frauen aus der US-amerkanischen Filmindustrie zum neuen Jahr. Was sie meinen: Das Schweigen hat ein Ende, das Warten auch. Die Zeit, in der Diskriminierung, Belästigung und Missbrauch von Frauen toleriert wurde, ist vorbei.

Unter dem Motto "Time's up" ("Die Zeit ist um") haben die Künstlerinnen aus Hollywood eine Aktion gegen sexuelle Belästigung gestartet.

Die Initiative will Frauen aller Berufsgruppen in erster Linie zeigen, dass sie gehört, dass ihre Geschichten ernst genommen werden. Sie will sich außerdem für mehr Gleichheit in Filmstudios und Talentagenturen einsetzen und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz unter Strafe stellen. 

In einer Art Manifest der Aktion steht unter anderem:

An jede Frau in der Landwirtschaft, die sich gegen ungewollte sexuelle Annäherungen ihres Chefs wehren musste, jede Haushälterin, die versuchte, einem belästigenden Gast zu entfliegen, jede Hausmeisterin, die nachts mit einem räuberischen Aufseher in einem Gebäude gefangen ist, jede Kellnerin, die von einem Gast begrapscht wurde (...): Wir stehen hinter euch. Wir unterstützen euch. 

Zu den Unterstützerinnen gehören Schauspiel-Größen wie Alyssa Milano, die im vergangenen Jahr die #Metoo-Debatte in Gang brachte, Reese Witherspoon, Meryl Streep, Emma Stone, Gwyneth Paltrow oder die berühmte Drehbuchautorin Shonda Rhimes. 

Was die Initiative plant:
  • Rechtshilfe für weniger privilegierte Frauen. Dafür stellt die Initiative 13 Milliarden US-Dollar Spenden bereit.
  • Gesetze gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorantreiben
  • Geschlechtsparität in Filmstudios und Talentagenturen

In der #MeToo-Debatte um sexuelle Übergriffe wurden in den vergangenen Monaten weltweit zahlreiche Fälle bekannt, in denen Männern sexuelle Belästigung und zum Teil auch Vergewaltigung vorgeworfen wurde. Dutzende Frauen klagten dabei den Filmproduzenten Harvey Weinstein an, aber die Liste der Beschuldigten ist weitaus länger. In Großbritannien traten deswegen Politiker zurück. (SPIEGEL ONLINE)

In Deutschland verläuft die Diskussion eher zurückhaltend. Warum?


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