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Nuscheln impossible.

Es gibt viele gute Gründe, auf Filme von Til Schweiger zu verzichten. Vorhersehbare Geschichten, vernuschelte Dialoge und jedes Mal ein verheulter Song von One Republic. In der Ukraine gibt es aber noch einen anderen: Der neueste Tatort-Film von Schweiger wurde dort nämlich einfach verboten. Mit einer Begründung, die noch schlechter ist als der Film selbst. Doch von vorn.

Warum verbietet die Ukraine den Film?

In "Tschiller off duty" reist Til Schweiger als Tatort-Kommissar Nick Tschiller einmal durch halb Europa, um den Entführer seiner Tochter zu finden. Dabei erhält er Hilfe von seinem Partner Yalcin Gümer (Fahri Yardim) – und zwischenzeitlich von einem Major des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. Doch genau das darf in der Ukraine nicht gezeigt werden.

Denn wegen des Konflikts mit Russland sind in der Ukraine seit diesem Jahr alle Filme verboten, die den russischen Staat positiv darstellen. Meinungsfreiheit sieht anderes aus. Das Verbot gilt für alle Werke, die nach dem 1. August 1991 gedreht wurden. Russische Filme, die nach 2014 entstanden sind, dürfen grundsätzlich nicht gezeigt werden (FR). Der Vizechef der staatlichen Kinoagentur der Ukraine, Sergej Neretin, sagte dem Radiosender Westi dazu:

"Das Gesetz spricht klar davon, dass wir den Film ungeachtet seiner Herkunft verbieten müssen"
Das ist übrigens der Trailer des Films:
Warum gibt es in der Ukraine solche Gesetze?

Klar ist: Im Konflikt zwischen Russland und Ukraine sind die Fronten verhärtet. Seit der völkerrechtswidrigen Annektion der Krim-Halbinsel durch Russland sind nationalistische und patriotische Positionen wieder besonders populär. In der Ukraine ist dabei die Furcht vor Russland besonders groß, russische Soldaten sind an der Grenze stationiert (bento).

In diesem Klima entstand auch das umstrittene Filmgesetz. Wobei sehr fragwürdig ist, ob der Schweiger-Film in der Ukraine irgendjemanden von irgendetwas überzeugt hätte – in Deutschland wollten den Film noch nicht einmal 300.000 Menschen sehen (Filmstarts).


Musik

1,5 Tonnen CDs von Michael Wendler im Altkleidercontainer gefunden

Im Dortmunder Stadtteil Derne hat eine katholische Sozialeinrichtung ein ganz besonders unschönes Geschenk bekommen: Weil die Altkleidercontainer des Kolpingwerks überliefen, suchte man im Innern der vier Boxen nach dem Grund.

Statt Kleiderspenden fanden sich darin allerdings 4.500 CDs und DVDs des Schlagersängers Michael Wendler ("Sie liebt den DJ"). Bedruckt sind die CDs unter anderem mit dem Spruch "Normal ist das nicht". (Der Westen)