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Allerdings nicht überall.

Das zweite Jahr in Folge ist die Zahl der weltweiten Terroropfer gesunken. 2016 starben 22 Prozent weniger Menschen bei terroristischen Anschlägen als noch 2014. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Global Terrorism Index des Londoner "Institute for Economics and Peace" hervor. 

Allerdings gelten diese guten Nachrichten nicht überall auf der Welt: In Europa ist die Zahl der Opfer von terroristischen Anschlägen angestiegen. Dass insgesamt trotzdem weniger Tote zu beklagen sind, liegt daran, dass es in Ländern in Afrika, dem Nahen Osten und Asien viel weniger Anschläge gab.

Die wichtigsten Fakten aus dem "Global Terrorism Index":
  • 2016 starben 25.673 Menschen bei terroristischen Anschlägen. 2014 waren es 32.685 Tote – der höchste je dokumentierte Wert.
  • Bereits 2015 war die Zahl der Toten wieder gesunken, um 13 Prozent. Nun ist sie weltweit erneut weniger geworden.
  • Den größten Rückgang verzeichnet Nigeria – das Land hat 2016 etwa 80 Prozent weniger Terroropfer gehabt.
  • Nur Europa hat gestiegene Zahlen. 2016 waren 826 Opfer zu beklagen, so viele wie seit 2002 nicht mehr.
  • Die meisten Terrortoten in Europa gab es in der Türkei: 658 Menschen kamen dort durch Anschläge ums Leben.
  • Was sich verbessert hat, ist die Zahl vereitelter Anschläge: 2015 wurden 19 Prozent verhindert, 2016 schon ungefähr 34 Prozent.
Und was sie bedeuten:
  • Die meisten Anschläge werden in Asien, dem Nahen Osten und Afrika verübt – dort, wo Terrorgruppen und Milizen Gebiete erobern wollen. 

Der weltweite Rückgang liegt daran, dass in vier der fünf am stärksten betroffenen Länder nun Anschläge drastisch zurückgingen: In Syrien, Afghanistan, Pakistan und Nigeria. Nur im Irak gab es einen Anstieg um 40 Prozent. Insgesamt kommen aus diesen fünf Ländern drei Viertel aller Terroropfer 2016.

  • Der Rückgang liegt zum einen daran, dass Terrorgruppen stark zurückgedrängt werden konnten. 

So wurde die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien und im Irak fast vollständig besiegt, Boko Haram wurde aus Nigeria vertrieben. Pakistans Armee hat 2014 mit einer großangelegten Anti-Terror-Operation begonnen. Und der Rückgang liegt an den besser zusammenarbeitenden Geheimdiensten, die mittlerweile jeden dritten Anschlag verhindern.

  • Vor allem der "Islamische Staat" ist allerdings noch nicht besiegt – und hat sich stark gewandelt.

Die Miliz wollte erst einen "Gottesstaat" im arabischen Raum errichten und hat sich selbst wie ein Staat aufgeführt, inklusive Armee und Ministerien. Mittlerweile ist sie fast besiegt, viele Führungsmitglieder sind entweder getötet oder auf der Flucht. Die Miliz hat sich zum losen Netzwerk gewandelt, das zu immer mehr Anschlägen in Europa inspiriert. Sie bleibt weiter ein Problem.

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