Bild: Getty Images / Kevork Djansezian

Taylor Swift hat den Gerichtsprozess wegen sexueller Belästigung gegen den Radiomoderator David Mueller am Montag gewonnen (CNN / Reuters). 

Die acht Geschworenen des Gerichts in Denver im US-Bundesstaat Colorado entschieden einstimmig für Swift; die 27-Jährige erhält – wie von ihr gefordert – symbolisch eine Entschädigung von einem Dollar.

Was war passiert?

Auslöser des Verfahrens war ein Vorfall von 2013: Radiomoderator David Mueller soll Swift beim gemeinsamen Posing für ein Foto an den Po gefasst haben. 

Daraufhin beschwerte sich das Management der Sängerin beim Radiosender KYGO; der Arbeitgeber entließ den DJ.

David Mueller beschuldigte Swift und ihr Management für seinen Jobverlust und reichte Klage auf Schadensersatz in Millionenhöhe ein. Im Gegenzug wehrte sich Taylor Swift mit einer Gegenklage wegen sexueller Belästigung

Beide Verfahren gingen für Mueller verloren:  Auch seiner Klage wurde am Freitag nicht stattgegeben (SPIEGEL ONLINE). 

Wie reagierte Swift?

Die Sängerin bedankte sich in einer Pressemitteilung. Sie sei zwar in einer "privilegierte Situation", hoffe aber auch anderen damit helfen zu können. Sie versprach außerdem, an Organisationen zu spenden, die Opfer sexueller Übergriffe helfen. 

Warum ist das wichtig?

Swift will Frauen Mut machen, sich gegen sexuelle Übergriffe zu wehren: In ihrer Anklageschrift ließ sie verlauten, sie wolle sich mit Hilfe des Verfahrens für Frauenrechte stark machen. Immer wieder heißt es von Männern, dass ein Griff an den Po doch nicht so schlimm sei. Gegen diese Haltung will sich Swift kämpfen.

Vielleicht nehmen Opfer von sexueller Belästigung nach diesem Urteil ihren Mut zusammen und sprechen jetzt über ihre Erfahrungen – vielleicht ebenfalls vor Gericht.

Weitere Informationen zum Gerichtsverfahren Swift gegen Mueller findest du hier:

Swift sagt vor Gericht über sexuelle Belästigung aus


Gerechtigkeit

Dieses geniale Anti-Nazi-Video zeigt, dass die USA schon mal weiter waren

Während des 2. Weltkrieges wussten Amerikaner, was sie von Rassisten zu halten hatten. In einem vom US-Militär produzierten Kurzfilm ist ein Mann zu sehen, der gegen "Negros" und andere "Fremde" hetzt. Vor mehreren Zuhörern schreit er: "Wir können unser Land nicht unser eigenen nennen, solange es kein Land ohne Neger ist." 

Dann zählt er weitere Ausländer, weitere Minderheiten auf. Er steigert sich in seinen Rassismus, irgendwann winken alle seine Zuhörer ab.

Der Film heißt "Don't be a sucker" – und ist nach den Ausschreitungen in der US-Stadt Charlottesville nun wieder populär.