Bild: Britta Pedersen/dpa

Die AfD bekommt von den Medien viel Gegenwind: Fast täglich gibt es vor der Bundestagswahl neue Enthüllungen oder Einblicke in das rechte Gedankengut der Partei. Auch bento hat sich in einer aufwendigen Recherche die möglichen neuen Abgeordneten angesehen – und untersucht, wie rechtsradikal sie denken.

In Meinungsstücken geben viele Journalisten auch Wahlempfehlungen für oder gegen eine Partei ab. Wo es hingegen unüblich ist: in der Moderation von Unterhaltungssendungen.

Im ProSieben-Magazin "taff" war nun genau das passiert. Im Anschluss an einen Bericht über Jungwähler rief der Moderator Thore Schölermann dazu auf, wählen zu gehen, "aber nicht die AfD". 

Was folge, waren viele Hasskommentare von AfD-Anhängern, eine angebliche Abmahnung von ProSieben und eine wohlmöglich Untersuchung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. 

Wobei die Behörde gegenüber der "Bild" bereits Entwarnung gab: "Der Fall wird der­zeit von uns ge­prüft. Ganz grund­sätz­lich kön­nen wir aber sagen, dass Aus­sa­gen eines Mo­de­ra­tors im Rah­men eines Li­fes­tyle-Ma­ga­zins unter den Schutz der Mei­nungs­frei­heit fal­len."

Nun hat sich Thore Schölermann in einem Facebook-Video entschuldigt. Und doch noch mal nachgetreten:

Man macht Fehler und bereut sie, es gibt aber auch Fehler zu den man einfach stehen muss ... meiner Meinung nach ist die AfD keine Alternative für Deutschland... eine Partei die rechtes Gedankengut in seinen eigenen Reihen akzeptiert ist einfach nur peinlich für Deutschland #pfd ! Geht wählen !

Posted by Thore Schölermann on Freitag, 15. September 2017


Er habe in der Sendung seine "Neutralität als Moderator verloren", sagte Schölermann. "Das war falsch. Das war nicht im Namen von ProSieben oder 'taff'. Das habe ich ganz privat als Thore spontan gesagt." Der AfD-Spruch sei ein Fehler gewesen.

An der Stelle hätte das Statement vorbei sein können. Doch Schölermann steht zu diesem "Fehler":

Als Thore und privat sage ich das ganz, ganz laut.

Dafür halte er jeden Shitstorm aus. Der Wähler solle sich "nicht von un­ge­hemm­ter rech­ter Pro­pa­gan­da ver­füh­ren las­sen".


Haha

Hart, aber herzlich: Londons berühmteste Museen liefern sich einen epischen Twitter-Battle
"Wir haben Saurier."

Das "Natural History Museum" in London und das "Science Museum", ebenfalls in London, haben einen einfachen Auftrag: Besuchern möglichst anschaulich und spannend Wissen vermitteln. Beide zählen zu den renommiertesten Museen in Großbritannien und der Welt. 

Und beide haben sich nun einen liebevollen – und lehrreichen – Streit auf Twitter geliefert.