Bild: imago/ZUMA Press

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch einen Militärschlag gegen Syrien und seine Verbündeten Russland und Iran angekündigt. Nach der mutmaßlichen Giftgasattacke des syrischen Regimes auf die Stadt Duma hat Trump dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad zunächst verbal gedroht. (SPIEGEL ONLINE)

Was war in Syrien geschehen?

  • Am vergangenen Freitag war die Waffenruhe zwischen der syrischen Armee und der Armee des Islam, der größten Rebellengrupe in Duma, nach zehn Tagen gescheitert. Die Armee des Islam hatte in den Verhandlungen mit Russland gefordert, dass sie als Sicherheitskräfte in Duma, vor den Toren der Hauptstadt Damaskus, bleiben dürfen. Moskau lehnte das ab, worauf die syrische Luftwaffe ihre Bombenangriffe wieder aufnahm. Mindestens 40 Zivilisten wurden getötet (SPIEGEL ONLINE).
  • Die Armee des Islam reagierte auf den Angriff mit dem schlimmsten Beschuss bislang auf Damaskus. Hierbei wurden sechs Zivilisten getötet.
  • Einen Tag später, am Samstagabend, kam von Seiten des syrischen Regimes vermutlich Giftgas in Duma zum Einsatz. Die Zahl der Opfer geht in Berichten auseinander: Oppositionelle Medien sprechen von mehr als 75 Toten, das Hilfsbündnis "Union of Medical Care and Relief Organizations (UOSSM)" von mehr als 100.
  • Hunderte Opfer weisen die Symptome eines Chemiewaffenangriffs auf: Ihre Haut zeigt eine bläuliche Verfärbung und ihre Hornhaut weißt Verbrennungen auf.

Womit muss von Seiten der USA gerechnet werden?

  • Militärexperten rechnen damit, dass die USA mit Mittelstreckenraketen angreifen wird.
  • Das amerikanische Militär meldete, dass zwei Zerstörer-Schiffe auf dem Weg nach Syrien sind, die USS Donald Cook und die USS Porter.
  • Als Ziele kommen die syrische Militärbasen in Frage, von denen offenbar die Flugzeuge oder Helikopter mit Giftgas losgeflogen sind.
  • Die speziellen Kühllager für chemische Kampfstoffe brauchen viel Energie und könnten deshalb durch Infrarotkameras der Amerikaner gefunden werden.

Wie reagiert Russland?

Der russische Generalstabchef Waleri Gerassimow sagte im März, dass ein Anschlag des Westens auf Syrien nicht ohne Folgen bleiben werde, falls russische Soldaten dabei verletzt würden. Sollte Trump einen Angriff befehlen, bei dem russische Soldaten zu Schaden kommen, ist mit eine Gegenschlag aus Moskau zu rechnen.

Mehr über den Giftgasangriff und die möglichen Folgen auf SPIEGEL ONLINE.


Queer

Die Diakonie Düsseldorf sucht Homo-Paare als Pflegeeltern
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