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Der Andrang ist groß: Am vergangenen Wochenende haben sich mehr als 14.000 Nutzer im sozialen Sexarbeit-Netzwerk Switter registriert. Dort wollen sie eine freie und unzensierte Community für Sexarbeiter und Kunden aufbauen.

Der Hintergrund: Herkömmliche Netzwerke wie Twitter oder Craigslist erschweren den Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen die Arbeit, machen die Kontaktaufnahme mit Kunden beinahe unmöglich. Ein von einem australischen Start-Up initiiertes Projekt will sich nun gegen diese Einschränkungen und für Sicherheit der Nutzer einsetzen und baut deshalb Switter auf.

Wozu braucht die Branche soziale Medien?

Inzwischen haben sich mehrere Sexarbeiterinnen zu Wort gemeldet, die erklären, warum sie auf sozialen Netzwerke angewiesen sind. Es geht vor allem um ihre Sicherheit. Sie werden von Freiern in den sozialen Netzwerken kontaktiert und müssen so nicht auf der Straße stehen, wo Übergriffe wahrscheinlicher sind. (Vice)

Ein weiterer Vorteil: Die Sexarbeiterinnen führen digitale Listen, in denen übergriffige Freier vermerkt sind. Fallen Freier durch aufdringliches oder gefährliches Verhalten auf, können Arbeiterinnen das einsehen – und Anfragen bei Bedarf ablehnen. Das senkt die Gefahr erheblich. 

Warum können sie das nicht auf Twitter machen?

Dass Sexarbeiter nun nicht mehr auf herkömmliche Webdienste wie Twitter, Reddit oder sogar Skype zurückgreifen können, liegt am umstrittenen Gesetz FOSTA. Dies wurde eigentlich mit dem Ziel entworfen, amerikanischen Fahndern die Verfolgung von Menschenhandel im Netz zu erleichtern. 

In der Realität ist der Gesetzestext jedoch so schwammig formuliert, dass er eine problematische Auslegung ermöglicht. Die eigentlich besonders geschützte Redefreiheit im Internet wird aufgeweicht. Die Konsequenz: User können unter anderem für anstößigen oder implizit sexuellen Content gesperrt werden. (Lawfare Blog)

Die Twitter-Nutzerin und Sexarbeiterin QueenMisty420 erklärte, dass Twitter den Nachrichtenfluss unter bestimmten Hashtags blockiert habe. Benutze sie nun zum Beispiel den Hashtag "#fetish", würde ihr Post niemanden angezeigt werden. Schon in wenigen Tagen sei die Anzahl ihrer Interaktionen so massiv gesunken, dass sie die Plattform verließ. (Xbiz)

Wer steckt hinter Switter?

Gebaut hat die Website das australische Start-Up Assembly Four, das Sexarbeiterinnen und Freier zusammenbringt. Die Macher haben ihr Netzwerk auf Basis von Mastodon aufgebaut. Das ist eine freies und dezentrales soziales Netzwerk, das die Einrichtung von Zirkeln wie Switter ermöglicht. Um das amerikanische Geesetz zu umgehen, ist die Seite auf eine österreichische Domain angemeldet.


Musik

Drogenrazzia bei der 187 Strassenbande – Spezialeinheit überwältigt Maxwell
Wo waren eigentlich Bonez und Gzuz?

Wie man gerne geweckt wird: Mit einer Tasse Kaffee am Bett, am besten nicht vor 10 Uhr.

Wir man nicht so gerne geweckt wird: Durch eine Spezialeinheit der Polizei. Mit viel Krach und einer Blendgranate.

Wie gut, dass Rapper Maxwell (187 Strassenbande) nicht da war, als sich genau das heute Morgen im Hamburger Stadtteil Hamm abspielte (Mopo).

Um 6 Uhr stand die Polizei vor der Wohnung, in der sie wohl Maxwell vermutete.

Allerdings war Maxwell offenbar nicht zu Hause. Deshalb rammte die Polizei die Tür der Wohnung im ersten Stockwerk ein. Zur Verstärkung wartete das Sondereinsatzkommando (SEK) vor dem Haus. 

Gefunden haben die Beamten außer einer geringen Menge Drogen nichts. Als die Beamten wieder gehen wollten, fuhr der 25-Jährige mit seinen Kumpels in einer schwarzen S-Klasse vor. Maxwell stieg aus, die Beamten brachten ihn zu Boden. Auch der Wagen wurde durchsucht. Danach wurde Maxwell wieder freigelassen. Es liege kein Haftgrund vor, teilte die Polizei mit. (Hamburger Abendblatt)