Bild: dpa

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un haben sich überraschend zum zweiten Mal getroffen. Das teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Das Treffen fand auf nordkoreanischem Territorium kurz hinter der Grenze zwischen beiden Staaten statt.

Worüber haben die beiden gesprochen?

Es ging um:

  • die Umsetzung ihrer Vereinbarungen beim ersten Treffen und
  • die Bedingungen für den Erfolg eines möglichen Gipfels zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump.

Genaueres weiß man leider noch nicht – die Ergebnisse des Treffens sollen erst am Sonntag bekannt gegeben werden. 

Wenige Stunden zuvor hatte Trump vor Reportern in Washington gesagt, dass er einen Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber am 12. Juni in Singapur doch noch für möglich hält (Spiegel Online). 

Am Donnerstag hatte Trump das geplante Treffen noch abgesagt. Darin sollte es – eigentlich – um eine friedliche Lösung des langjährigen Streits um das nordkoreanische Atomprogramm gehen. 

Warum ist es so besonders, dass Moon und Kim sich jetzt noch einmal treffen?

Nordkorea hatte zuletzt den Kontakt zu Südkorea abgebrochen: Der nordkoreanische Machthaber hatte sich über ein Militärmanöver Südkoreas mit den USA geärgert (Spiegel Online). 

Dabei hatte zuvor alles nach Annäherung ausgesehen: 

Am 27. April hatte Kim als erster nordkoreanischer Führer seit dem Ende des Korea-Krieges (1950-53) die schwer bewachte Grenze überquert und südkoreanischen Boden betreten. Bei dem Treffen hatte Kim einen vollständigen Abbau des Atomwaffenprogramms und ein Ende der Feindseligkeiten gegenüber Südkorea versprochen.

Bei dem Gipfel hatten Moon und Kim eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die eine "neue Ära des Friedens" einläuten sollte. Das Treffen wurde auch als Wegbereiter für ein geplantes Treffen mit Trump gesehen.  

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Eltern dürfen Tochter "Blu" nennen – obwohl es einem Gericht nicht weiblich genug war
Die Eltern haben gewonnen.

In einigen Ländern gibt es eine sehr veraltete Verordnung: Kinder müssen einen eindeutig geschlechtsspezifischen Namen tragen. Bei Anna, Veronica oder Francesco ist alles klar – eindeutig Junge oder Mädchen. Bei "Blu" liegt der Fall anders – zumindest für ein italienisches Gericht. Das wollte die Eltern Luca und Vittoria dazu zwingen, ihre anderthalb Jahre alte Tochter umzubenennen – weil der Name "Blu" nicht weiblich genug war.  

Dabei gab es, seit ihre Tochter auf der Welt ist, nie Probleme mit dem Namen, erzählten die Eltern der italienischen Zeitung Il Giorno. Und sowieso: Sie heiße in allen amtlichen Dokumenten so, alle Familienmitglieder würden sie "Blu" nennen. 

Eine Umbenennung? Viel Aufwand, und vor allem: Sie hätten sich bei dem Namen ja etwas gedacht, ihn absichtlich ausgewählt: 

Er kürzt die drei italienischen Wörter "bella, luminosa, unica" ab, zu deutsch: "schön, leuchtend, einzigartig" – wie ihre Tochter.

Woran sich das Gericht aber – aufgrund der alten Verordnung – störte: 

"Wenn man bedenkt, dass der Name an die Farbe angelehnt ist, und daher nicht eindeutig gesagt werden kann, ob es sich um eine weibliche Person handelt, muss er korrigiert werden, indem ein anderer, von den Eltern ausgewählter und eindeutig weiblicher Name hinzugefügt wird." 

So steht es der Zeitung zufolge im Gerichtsschreiben an die Eltern.