Was sagt die Polizei? Was sagen die Süchtigen selbst?
Viele Obdachlose haben ein Drogenproblem, weil sie träumen wollen. Mit Drogen ist das leichter.
Ismail, 23-jähriger Obdachloser

Wenn ich durch die Straßen deutscher Großstädte gehe, sehe ich, wie viele Menschen hier verwahrlosen. Nicht selten sind dafür auch Drogen verantwortlich. 

Süchtig und obdachlos: Da wieder rauszukommen, das ist hart.

Viele schaffen den Absprung nicht und bleiben auf der Straße.

Besonders fällt das im Hamburger Stadtteil St. Pauli auf. Seit drei Jahren lebe ich dort und habe mich noch immer nicht an diese Bilder gewöhnt, an Abhängige, die in meinem Hauseingang Heroin spritzen und Crack rauchen. Viele Anwohner sehen weg. Ich kann das nicht, zu sehr erschüttert mich der Anblick.

Es gibt zwar Hilfsangebote, aber offensichtlich reichen die nicht aus, um die Situation spürbar zu verbessern. Und auch nicht alle, die Hilfe benötigen, können diese überhaupt in Anspruch nehmen.

Seit einigen Jahren kommen vermehrt EU-Bürger aus Osteuropa nach Deutschland, in der Hoffnung auf Arbeit. Viele suchen vergeblich, einige landen auf der Straße, greifen zu Drogen. Diese Menschen sind von Hilfeleistungen zum Teil ausgeschlossen. Rutschen sie weiter ab, bleiben ihnen nur die niedrigschwellige Obdachlosenhilfe und Notfallambulanzen.

In dem Video spreche ich mit Beteiligten. Ich will herausfinden, welche Möglichkeiten sie haben, um süchtigen Männern und Frauen auf der Straße zu helfen. Mein Beitrag führt mich in die Davidwache, zur ehrenamtlichen Arbeit, der Drogenhilfe und zu Süchtigen selbst.


Gerechtigkeit

Fliegt Maaßen doch noch raus? Merkel, Seehofer und Nahles wollen neu verhandeln
"Wir haben uns geirrt"

Die Zukunft von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen ist wieder offen. SPD-Chefin Andrea Nahles will neu über den Deal verhandeln, Horst Seehofer (CSU) ist offenbar dazu bereit.

Nahles hat in einem Brief an Seehofer und Merkel aufgefordert, erneut über die geplante Beförderung von Verfassungsschutz-Präsident Maaßen zu verhandeln.

In dem Brief, der dem SPIEGEL vorliegt, schrieb sie: