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Was die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung über Deutsche unter 30 verrät.

Sie glauben, dass Asylbewerber nicht in ihrem Heimatland verfolgt würden oder dass es zu viele Ausländer in Deutschland gebe: Rechtspopulistische Einstellungen haben sich in einem Teil der Bevölkerungen verfestigt. Mehr als jeder zweite Deutsche hat Vorbehalte gegenüber Asylsuchenden und bei fast genauso vielen sind auch Verschwörungstheorien weit verbreitet: 45,7 Prozent der Menschen glauben, dass geheime Organisationen großen Einfluss auf politische Entscheidungen haben.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie zu Rechtsextremismus der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. (SPIEGEL ONLINE)

Wir haben uns angeschaut, was die Studie über die Einstellungen der jungen Generation sagt: Wie ticken die bis 30-Jährigen im Vergleich zur älteren Generation – und gegenüber welchen Menschengruppen haben sie besonders große Vorbehalte?

1 Die junge Generation hat am wenigsten Vorbehalte gegenüber Asylsuchenden

In einem Teil der Studie werden Vorbehalte gegenüber verschiedenen Menschengruppen untersucht, beispielsweise auch Asylbewerber. In der Gesamtbevölkerung haben mehr als der Hälfte der Menschen Vorbehalte gegenüber ihnen. Der Wert bei den 16- bis 30-Jährigen liegt allerdings mit 46,1 Prozent am niedrigsten – und steigt mit zunehmendem Alter. Bei den über 60-Jährigen stimmen fast 60 Prozent abwertenden Aussagen gegenüber Asylbewerbern zu.

Auch Fremden- und Muslimfeindlichkeit sowie die Abwertung von Sinti und Roma sind bei der jungen Generation am wenigsten verbreitet

2 Junge Menschen haben teilweise ähnliche Einstellungen wie Alte

Bei den Vorbehalten gegenüber einigen Menschengruppen fällt jedoch auf, dass die Werte der 16- bis 30-Jährigen und die der über 60-Jährigen ähnlich hoch sind. 

Rassistische Einstellungen finden sich bei 11 Prozent der Jungen und 12,2 Prozent der Alten, aber nur bei 8,1 Prozent der 31- bis 60-Jährigen. Eine ähnliche Verteilung gibt es auch bei der Abwertung von Obdachlosen sowie von Homosexuellen und Trans*: Rund 13 Prozent der Jungen und der Alten haben etwa Vorbehalte gegenüber Homosexuellen, aber nur 6 Prozent der 31- bis 60-Jährigen.

3 Deutlich weniger Sexismus bei den Jüngeren

Mit Abstand am wenigsten Zustimmung finden sexistische Aussagen Zustimmung bei der jungen Generation: Der Wert liegt nur bei 3,1 Prozent. Bei den über 60-Jährigen ist er mit 11,7 Prozent fast viermal so hoch.

4 Rechtsextremismus steigt vor allem bei den Jüngeren an

In der Studie wurden außerdem verschiedene rechtsextreme Einstellungen untersucht – mit Ausnahme der Befürwortung einer Diktatur stiegen sie alle bei den 16- bis 30-Jährigen besonders stark an. Sozialdarwinismus, also der Glaube an das Recht des Stärkeren, war ein wichtiges Element der NS-Ideologie. 

Diesen Glauben vertreten laut der Studie 4,9 Prozent der unter 31-Jährigen, bei den über 60-Jährigen liegt der Wert nur bei 1,1 Prozent.

5 Junge Menschen verharmlosen besonders häufig den Nationalsozialismus

Während bei den älteren Generationen die Verharmlosung der NS-Zeit mit etwa 1,5 Prozent nur kaum verbreitet ist, liegt der Wert bei den 16- bis 30-Jährigen bei 7 Prozent. Die Autoren der Studie schließen daraus: "Mit zunehmendem Abstand scheint die Zeit des Nationalsozialismus in Teilen der jungen Generation ihren Schrecken verloren zu haben."

Wie entstand die Umfrage?

Für die alle zwei Jahre von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebene repräsentative Studie wurden zwischen September 2018 und Februar 2019 insgesamt 2005 Menschen befragt. Grundlage der Umfrage war ein standardisierter Fragebogen, bei den meisten Fragen konnten die Teilnehmenden ihre Zustimmung zu bestimmten Aussagen auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten.


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