Bild: Strava

Die US-Armee ist in Afghanistan aktiv, im Irak, im Jemen, in Syrien. Aber sie sollte nicht in all diesen Ländern sein – und vor allem sollten islamistische Gruppen, gegen die die Soldaten kämpfen, die Standorte der Militärbasen nicht kennen.

Nun könnte ausgerechnet eine Fitness-App sensible Daten verraten haben – weil sie Joggingrouten der Soldaten ins Netz stellte.

Die App "Strava" ist eine Art Facebook für Sportler, wer will, kann dort seine Laufrouten veröffentlichen. Nun gelangten die Daten der App unbeabsichtigt an die Öffentlichkeit. (The Guardian)

Die Daten werden über das Smartphone gesammelt und direkt ins Netz geladen. So gelangten auch die Bewegungsdaten von Soldaten an die Öffentlichkeit – wenn sie zum Beispiel um ihre Basis joggen:

Neben Standorten in Krisengebieten werden auch US-Basen markiert, zum Beispiel die berühmte "Area 51" in Nevada. 

Was ist daran problematisch?

Der Sicherheitsexperte Tobias Schneider sagt, so lassen sich einzelne Einheiten klar definieren – mit Standorten und Bewegungsroutinen. Extremisten könnten das Wissen nutzen, um gezielt Anschläge zu verüben.

Strava hat mittlerweile auf das Sicherheitsleck reagiert – mit dem Tipp an Soldaten, die Tracker besser erst mal nicht zu benutzen (The Guardian).


Gerechtigkeit

Missbrauchsvorwürfe: Filmemacher rechnet mit deutscher Branche ab

Wer von den Vergewaltigungsvorwürfe gegen Regisseur Dieter Wedel hört, fragt sich unweigerlich sofort: Wie konnte so etwas Schreckliches mehrere Jahrzehnte lang geduldet werden? Obwohl es bereits konkrete Hinweise gab?

Jetzt äußert sich erstmals auch ein Mann zu den Missbrauchsvorwürfen. Filmemacher Simon Verhoeven ("Willkommen bei den Hartmanns") klagt seine Kollegen an: "Jeder, der in der Filmbranche eine Zeitlang gearbeitet hat, wusste von den ätzenden Geschichten über Wedel."