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Dahinter steckt ein großer Skandal.

Der Literaturnobelpreis wird in diesem Jahr nicht vergeben – das teilte die Schwedische Akademie am Freitag mit. Man habe sich dazu entschieden, den Preis erst im nächsten Jahr zu vergeben und den diesjährigen Preisträger gemeinsam mit dem Preisträger des kommenden Jahres zu ehren.

Was steckt dahinter?

Hintergrund der Entscheidung ist ein Belästigungs- und Korruptionsskandal. 18 Frauen hatten dem Mann eines Akademiemitglieds sexuelle Belästigung vorgeworfen. Eine Untersuchung der Akademie bestätigte inakzeptables Verhalten "in Form von unerwünschter Intimität". Auch Kronprinzessin Viktoria soll von dem Mann belästigt worden sein. Die Frau des Beschuldigten soll zudem auch über Fördergelder mitentschieden haben, bei denen "Unregelmäßigkeiten" festgestellt wurden – die also möglicherweise veruntreut wurden.

Mehrere Jury-Mitglieder legten ihre Arbeit deshalb nieder. Auch Schwedens König Carl Gustaf XVI. äußerte sich zum Skandal und forderte die Mitglieder dazu auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Er ist Schirmherr der Akademie. (FAZ)

Es ist nicht das erste Mal, dass die Vergabe des Literaturnobelpreises verschoben wurde.

Bereits 1915, 1919, 1925, 1926, 1927, 1936 und 1949 entschied man sich dazu, den Preis erst im Jahr darauf zu vergeben. Der Akademie sei "natürlich bewusst, dass die gegenwärtige Vertrauenskrise hohe Anforderungen an eine langfristige und robuste Veränderungsarbeit stellt". 

Man halte es für notwendig, "Zeit zu investieren, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Akademie zurückzugewinnen, bevor der nächste Preisträger bekannt gegeben werden kann", sagte der vorläufige Staatssekretär, Anders Olsson.  (The Swedish Academy)

Mit Material von dpa


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