Bild: Getty Images; Montage: bento
Und die Abschiedsworte sind ziemlich gruselig.

Stephen Bannon ist nicht länger der Chefberater von US-Präsident Donald Trump. Das haben das Weiße Haus und Bannon am Freitagabend bestätigt. 

Das bedeutet: Im Weißen Haus bleibt es chaotisch. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Rücktritte und Rausschmisse (bento). Die Stimmung zeigt, wie wenig Harmonie zwischen Trump und seinem Team herrscht.

Bannon sagt: Dass Trumps Präsidentschaft gezählt sei. Er habe ihm zum Sieg verholfen, aber Trump habe nichts mit seiner Macht angefangen, sagte Bannon jetzt dem "Weekly Standard"

Wir sind immer noch eine große Bewegung und werden was aus dieser Trump-Präsidentschaft machen. Aber sie ist hinüber.
Stephen Bannon

Das bedeutet: Bannon will die rechtsnationale Bewegung in den USA weiter voranbringen. Nach den Ausschreitungen in Charlottesville hatte sich Trump nicht klar positioniert, zu keiner Seite. Bannon sagt, er sei nun "frei" und könne wieder zu "den Waffen greifen".

Von dieser rechten Bewegung spricht Bannon. Vergangenes Wochenende kamen sie im Charlottesville erstmals zu einer geeinten Demo zusammen:

Der selbstgewählte Begriff ist relativ neu und versucht, Nazis als harmlose "Alternative" zu beschreiben. Die Bewegung träumt von einer "ethnischen Säuberung" der USA, ist gegen Einwanderung und Gleichstellung. Einer ihrer Anführer ist Richard Spencer, der Trump mit dem Hitlergruß zujubelt (bento).
Der KKK ist ein 1865 gegründeter rassistischer Geheimbund. Er wird auf 5000 bis 8000 Mitglieder geschätzt. Der KKK steckt hinter mehreren Gewalttaten und Morden (Southern Poverty Law Center).
White Supremacy: Sie glauben an die biologische Überlegenheit Weißer. Bekannte Gruppen sind die "Aryan Nation" und "Vanguard America", auf Demos tragen sie schwarze Schilde mit weißem Kreuz.
Sie glauben ebenfalls an die Überlegenheit der Weißen, wollen das aber auch in einem "reinen" Staat umsetzen. Die Nationalisten orientieren sich an Nazi-Deutschland und tragen oft Hakenkreuze.
"Three Percenters": Die 3-Prozenter sehen sich als patriotische Bewegung, die die USA vor ihrer angeblich korrupten Regierung schützen will. Der Name leitet sich von der Gruppe Soldaten ab, die während der Amerikanischen Revolution gegen die Briten Widerstand leisteten.
Eine militante, rechte Bewegung, die ähnlich der "3-Prozenter" am Sturz der Regierung arbeitet. Der "Schwur" bezieht sich auf die US-Verfassung – die mit Waffengewalt gegen innere und äußere Feinde geschützt werden soll.
Die Anhänger sind antidemokratisch, schwulenfeindlich und rassistisch. Sie eint die Erinnerung an den Amerikanischen Bürgerkrieg. Ihr Erkennungszeichen ist die alte Südstaatenfahne. ​
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Über die Person: Bannon galt als nationalistische Stimme im Weißen Haus. Er war Herausgeber der rechtspopulistische Hetzseite Breitbart. Viele sahen ihn als Verbindung zwischen Trump und der Alt-Right-Bewegung.

Hier berichten wir über die wichtigsten News aus Trumps Präsidentschaft:
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Fühlen

Warum Lisa bei Terrormeldungen ihr Handy ausschaltet

Es dauert heutzutage nur noch wenige Minuten, bis sich die Nachricht von einem Terroranschlag verbreitet. Bis die schrecklichen Meldungen es zu uns geschafft haben, in unsere Büros, in unsere Wohnzimmer, in unsere Köpfe. Und bei jedem Anschlag beginnt eine herzzereißende Abfolge der Nachrichten: Wer ist der Täter? Wer sind die Toten? Wie viele sind es? Was ist das Motiv? 

Es gibt Menschen, die sich diesem Strom an schlechten Nachrichten entziehen, der manchmal über uns hereinbricht.

Wie Lisa*. Sie studiert seit zwei Jahren Ethnologie. Die 23-Jährige schaltet bei der ersten Terror-Eilmeldung ihr Handy aus.

Warum, hat sie uns hier erzählt.