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Tall, Grande, Venti? Wer weiß schon so genau, wie viel Starbucks-Kaffee in den verschiedenen Größen steckt. Zwei Kalifornier fühlen sich jetzt von der US-Kette betrogen. Ihr Vorwurf: Wer einen Drink in der Starbucks-Standardgröße "Grande" bestellt, erhält einen Becher, der nur zu 85 Prozent befüllt wird.

Der Rest wird dem Konsumenten demnach vorenthalten. Betroffen seien Starbucks Caffè Lattes, Flavored Lattes, Pumpkin Spice Lattes, Egg Nog Lattes, Skinny Lattes, Skinny Flavored Lattes, Vanilla Lattes und Skinny Vanilla Lattes.

Die zwei Kläger werfen dem berühmten Coffee House fahrlässige Täuschung und Betrug vor. Vergangenen Mittwoch haben sie die Klage eingereicht. Hier geht es zum Original.

Starbucks habe sich um unzählige Millionen Dollar bereichert, indem Kosten für Kaffee und Milch, die nicht im Becher landen, gespart wurden. Was kleinlich scheint, macht über die Jahre hinweg einen deutlich finanziellen Unterschied, behaupten die Kläger.

By underfilling its lattes, thereby shortchanging its customers, Starbucks has saved countless millions of dollars in the cost of goods sold and was unjustly enriched by taking payment for more product than it delivers”, so die Kläger.

Hätte die Klägerin gewusst, wie viel ihr jedes Mal seitens Starbucks vorenthalten wird, wäre sie für den Kaffeekauf woanders hingegangen. Ein Starbucks-Sprecher äußerte sich gegenüber BuzzFeed, dass die Anklage grundlos sei.

“We are proud to serve our customers high-quality, handcrafted and customized beverages, and we inform customers of the likelihood of variations.” (Buzzfeed)

Die weiteren Vorwürfe klingen so, als ob die Kläger bereits eine wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt hätten. Sie werfen Starbucks zusätzlich vor, dass das Rezept für die Lattes so entworfen wurde, dass dabei Kosten für Milch gespart werden könnten:

For example, the serving cup used for Grande beverages holds exactly 16 fluid ounces, when completely full. However, Starbucks’ standardized recipe for its Grande Latte calls to fill the serving cup up to “1/4 inch below cup rim.

Die Becher, die an den Kunden ausgegeben werden, seien schlichtweg zu klein – sie entsprechen nicht der auf der Getränkekarte angegebenen Größe.

Schon mehrfach haben Privatpersonen in den USA gegen mächtige Getränke- und Fast-Food-Konzerne geklagt – in teils absurden Fällen. Gegen McDonald’s klagte eine Frau, weil sie sich einen Pappbecher, randvoll mit heißem Kaffee, aus Versehen über den Schoß kippte. 2,7 Millionen Dollar Schadenersatz (rund 2 Millionen Euro) musste die US-Imbisskette zahlen.