Bild: dpa/Jacqueline Larma
Demonstranten machen der Kette schwere Vorwürfe.

Was ist passiert?

Zwei schwarze Männer haben sich mit der US-Stadt Philadelphia auf eine symbolische Entschädigung in Höhe von einem Euro geeinigt, nachdem die Polizei sie in dem Café ohne Grund kurzzeitig festgenommen hatte. (bento)

Was hat sich genau ereignet?

Eigentlich wollten die Männer nur in Ruhe auf ihren Kumpel warten. Als einer der beiden die Toilette benutzen wollte und ihm dies nicht erlaubt wurde, kam es zur Auseinandersetzung. 

Ein Starbucksmitarbeiter rief die Polizei, die beiden Männer wurden festgenommen und in Handschellen abgeführt. Sie verbrachten mehrere Stunden in Haft und kamen schließlich frei, ohne dass Anklage erhoben wurde.

Eine Frau, die bei der Verhaftung dabei war, schrieb auf Twitter:

"Die Polizei wurde gerufen, weil diese Männer nichts bestellt haben. Sie warteten nur auf einen Freund, der gerade ankam, als sie mit Handschellen aus dem Laden geführt wurden, ohne etwas getan zu haben. Währenddessen fragen sich all die anderen weißen Menschen, warum uns sowas nie passiert, wenn wir das Gleiche machen."

Dazu veröffentlichte sie dieses Video:

Das Video wurde Hunderttausende Male geteilt. Viele empörten sich über das Verhalten der Starbucks-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, warfen ihnen rassistische Motive vor und riefen sogar zum Boykott auf.

Wie geht es weiter?

  • Die Café-Kette hatte sich bereits entschuldigt, offenbar hat sie sich mit den Männern auch auf einen Vergleich geeinigt.
  • Medienberichten zufolge sollen Nelson und Robinson unter anderen das Angebot bekommen haben, ihre Universitätsausbildung kostenfrei fortzusetzen.
  • Zudem verpflichtete sich Starbucks außerdem dazu, am 29. Mai alle Filialen in den USA zu schließen. (bento)
  • Das sind mehr als 13.000 Cafés.
  • Die Mitarbeiterinnen sollen an diesem Tag ein Training absolvieren, dass sie rassistische Vorurteile besser erkennen lässt.

Die Stadt Philadelphia erklärte sich dazu bereit, 200.000 Dollar (etwa 166.000 Euro) an eine Initiative zu spenden, die junge Unternehmer aus der Stadt unterstützt. Dafür sähen die beiden Männer von einer Klage gegen die Stadt ab.


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