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Vielleicht haben sie sich von der Idee eines weiblichen James Bond inspirieren lassen. Vielleicht haben sie aber auch einfach die Notwendigkeit erkannt. Auf jeden Fall suchen die Herren des britischen Geheimdienstes jetzt verstärkt Frauen – und fangen ihre Rekrutierung bei 13-Jährigen an.

Das Government Communications Headquarters (GCHQ) hat jetzt eine "CyberFirst Girls Competition" ausgeschrieben. Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren sollen sich im Kampf gegen Online-Kriminalität engagieren. Spielerisch können sie in Teams Challenges gewinnen, "seltsame Cyber-Aktivitäten" aufdecken und dann bei "einem großen Finale" Ende März in London gegeneinander antreten.

Das GCHQ ist auf digitale Ausspähung und Cyber-Sicherheit spezialisiert.

Die Mitarbeiter haben weniger mit Jason Bourne oder James Bond als vielmehr mit Technik-Nerds zu tun. Hinter dem Geheimdienst-Spiel steckt entsprechend ein ernster Anspruch: Nur 35 Prozent der Angestellten sind Frauen (GCHQ), bis 2021 soll die Frauenquote der britischen Geheimdienste jedoch deutlich erhöht werden (BBC).

Der Wettbewerb solle Mädchen daher ermöglichen, in die "aufregende Welt" der Geheimdienstarbeit hineinzuschauen, sagt GCHQ-Direktor Robert Hannigan.

"Genießt die Erfahrung und ich freue mich schon, einige von euch kennenzulernen."

Tatsächlich hat das GCHQ bereits Erfahrung mit dem Ködern von Frauen. Während des 2. Weltkrieges arbeitete die Vorgängerbehörde unter dem Mathematiker Alan Turing (hier kannst du mehr über ihn erfahren) an der Entschlüsselung der Nazi-Codierungsmaschine Enigma. Dazu wurden auch Frauen ins Team geholt – sie wurden über ein in einer Zeitung veröffentlichtes Rätsel gecastet.

Auch heute brauchen Geheimdienste dringend vielfältigere Teams.

Speziell Großbritannien hat ein Problem mit jungen Mädchen, die sich islamistischen Gruppen anschließen. Seit Jahren werden Mädchen auf Facebook und WhatsApp von Extremisten geködert, die ihnen ein besseres Leben ausgerechnet in Kriegsgebieten versprechen (hier kannst die Hintergründe nachlesen). Den britischen Geheimdiensten fehlt bislang eine Antwort auf dieses Problem – Frauen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund könnten dabei helfen, solche Antworten zu finden.

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Wie unter Trump der Tierschutz ausgehebelt wird
Neue Gesetze und verschwundene Informationen machen es möglich

Der Klimawandel steht nicht auf der Prioritätenliste des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Das hatte Trump bereits vor seiner Wahl klar gemacht. Seit er im Amt ist, beweist er eindrucksvoll, dass für ihn Umweltschutz tatsächlich nicht so wichtig ist (bento).

Und auch der Tierschutz muss in den USA unter Trump nun zurückstecken. Gleich zwei Fälle machen das deutlich:

  1. In einem neu vorgelegten Gesetzesentwurf wollen die Republikaner den Schutz bedrohter Tierarten einschränken (The Verge).
  2. Zeitgleich sind auch von den Seiten des Landwirtschaftsministeriums alle Informationen über staatlichen Tierschutz verschwunden.