Bild: dpa/Lino Mirgeler
Drei Fragen und Antworten zum PR-Gag.

Was ist passiert?

"Söder macht's" - das steht derzeit in Bayern in Großbuchstaben auf Wahlplakaten, in der heißen Phase möchte Markus Söder die Wählerinnen und Wähler mit diesem Slogan von der CSU überzeugen.

Dumm nur, dass sich Markus Söder die zugehörige Internetadresse "soeder-machts.de" nicht gesichert hat. Und auch die Accounts in den sozialen Netzwerken mit entsprechendem Namen gehören nicht der CSU.

Und so hat die bayrische SPD die Chance genutzt, sich sowohl die Adresse geschnappt als auch das Handle in den sozialen Netzwerken. (SZ)

Für Facebook und Twitter hat die Partei eigens Fake-Accounts angelegt. Das Instagram-Icon verlinkt direkt auf das Profil von der SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen.

In einer ersten Reaktion bestritt der bayrische Landesverband der SPD nicht, dass die Partei hinter der Aktion steckt:

Was gibt es auf der Website "soeder-machts.de" zu sehen?

Die Seite ist natürlich in den Wahlkampffarben der CSU gehalten: Weiße Schrift auf hellblauem Grund, der Slogan prangt vor grünem Hintergrund. Auf den ersten Blick könnte man also tatsächlich meinen, dass es sich bei dem Auftritt um eine CSU-Kampagne handelt.

  • Inhaltlich lesen Besucher allerdings direkt eine Liste mit zehn Gründen dafür, die CSU nicht zu wählen. Darunter ein Verweis auf das neue bayrische Polizeigesetz und das Wort "Asyl-Touristen", so hatte die CSU über Geflüchtete gesprochen.
  • Danach folgen sechs Gründe, bei der Bayern-Wahl am 14. Oktober die SPD zu wählen. Die Partei verspricht bezahlbaren Wohnraum und einen "neuen politischen Stil".
  • Erst dann folgt der Hinweis auf die SPD, das Bild der Spitzenkandidatin Natascha Kohnen wird gezeigt, dazu ein SPD-Plakat.

Im Impressum wird nicht versucht, irgendetwas zu verschleiern. Rainer Glaab, Abteilungsleiter in der SPD-Kampagne, wird als Verantwortlicher genannt.

Was lernen wir aus der Aktion?

(Bild: dpa/Peter Kneffel)
  1. Das Team von Markus Söder hat geschlafen. Sich die Accounts und die Website zum Slogan zu sichern, ist bei einer Kampagne ein völlig normaler erster Schritt. Es wirkt ein bisschen, als würde ein Fußballprofi ohne Schuhe zum Spiel antreten wollen. In Kampagnen passiert es häufig, dass auf diese Art und Weise versucht wird, der Konkurrenz einen auszuwischen.
  2. Die SPD ist sich nicht zu schade, durch die Aktion wiederum Aufmerksamkeit auf Markus Söder zu lenken. Allerdings lässt sich das auch anhand der Umfragen erklären. Die SPD dümpelt demnach derzeit bei rund 12 Prozent herum. Die CSU ist zwar weit von der absoluten Mehrheit entfernt, liegt aber deutlicher als in der Vergangenheit vor der SPD.

Am Abend antwortete die CSU mit einem Tweet und verwies auf die Seite: derechtesoedermachts.de. Wer klickt, kommt auf das Regierungsprogramm des Ministerpräsidenten. 


Haha

Diese 16 Krankenschwestern sind alle schwanger – in einer Klinik

Eines ist schon mal sicher: Die Kinder werden sich keine Sorgen um zu wenige Spielkameraden und Kameradinnen im gleichen Alter machen müssen. In einem Krankenhaus in Mesa im US-Bundesstaat Arizona sind gerade 16 Intensivkrankenschwestern gleichzeitig schwanger. 

So glücklich sehen die Mütter – jetzt noch in ihrem Arbeitsoutfit – aus: