Bild: dpa / Sebastian Kahnert
Der bisherige Vize Kevin Kühnert soll nachfolgen.

Die SPD-Spitze soll auf dem Bundesparteitag im Dezember neu aufgestellt werden - der Parteinachwuchs ist da schon weiter: Die bisherige Juso-Chefin Johanna Uekermann, 30, kandidiert nicht erneut.

Ich trete nach vier Jahren nicht nochmal als Juso-Chefin an.
Johanna Uekermann

Das sagte sie dem SPIEGEL. Ihre Entscheidung soll schon länger festgestanden haben. "Das ist ein guter Zeitpunkt für diesen Schritt", so Uekermann. "Die Jusos sind gut aufgestellt, schlagkräftig, kampagnenstark und haben inhaltlich viel durchgesetzt in den letzten Jahren."

Nachfolger auf dem Juso-Bundeskongress im November soll der bisherige Juso-Vize Kevin Kühnert, 28, werden. Sein Berliner Landesverband hat Kühnert am Sonntag für den Bundesvorsitz nominiert.

"Ich freue mich, dass der Landesverband der Jusos Berlin meinen bisherigen Stellvertreter Kevin Kühnert als neuen Juso-Vorsitzenden für die Wahl auf dem Bundeskongress im November vorschlägt", sagte Uekermann.

Offen ist, ob er mit einem Gegenkandidaten oder einer Gegenkandidatin zu rechnen hat. Die Noch-Vorsitzende Uekermann hatte sich in der Vergangenheit auch gegen andere Bewerber durchsetzen müssen.

Die scheidende Juso-Chefin wird auf dem Bundesparteitag der SPD im Dezember für den Parteivorstand kandidieren und sich auf weitere Aufgaben in der SPD konzentrieren. 

"Ich sehe meine künftige Aufgabe in der Erneuerung der SPD - da gibt es einiges zu tun", sagte sie. "Ich werde auf dem Bundesparteitag im Dezember für den Parteivorstand kandidieren." 

Johanna Uekermann im März 2017 mit Martin Schulz(Bild: dpa / Kay Nietfeld)

Uekermann sagte weiter: "Als Vizechefin der bayerischen SPD werde ich mich stark im Landtagswahlkampf im kommenden Jahr engagieren."

Die Jusos haben rund 70.000 Mitglieder - Tendenz steigend. In den vergangenen Monaten hatte die SPD Tausende neue Mitglieder gewonnen, darunter viele jüngere.

Dieser Beitrag ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.


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Als Missandrei hat sie sich in Game of Thrones aus der Sklaverei befreit und spricht 19 Sprachen fließend – im echten Leben nimmt sie sich Frauenfeindlichkeit vor: Nathalie Emmanuel, englische Schauspielerin, hat gestern ein kurzes Video auf Instagram gepostet, in dem sie rappt – und zwar für die Gleichberechtigung.

Sie tut das unter dem Hashtag "forthepussychallenge". Bei der Aktion ging es ursprünglich darum, welche Dinge man für Sex, also "for the D" oder "for the pussy" tun würde. Nathalie dreht die Aktion aber um – und rappt darüber, was sie sich "for the pussy" wünscht.