Wir klären vier Fragen zu den umstrittenen Aussagen

Erst vergangene Woche wurde Valeria Morales zur "Miss Colombia" gewählt. Sie soll ihr Land beim "Miss-Universe"-Schönheitswettbewerb in Bangkok vertreten. Nun sorgt sie aber mit Kommentaren über eine Konkurrentin für Kritik.

Was ist passiert?

Kurz nach ihrer Wahl zur "Miss Columbia" kritisierte Morales die Wahl von Angela Ponce zur "Miss España". Ponce ist ein Transgender-Model, sie wurde erst im Juli zur Vertreterin Spaniens bei dem Schönheitswettbewerb gewählt.

"Ich denke, dass Schönheitswettbewerbe wie 'Miss Universe' für Frauen sind, die als Frauen geboren wurden", sagte Morales im kolumbianischen Fernsehen. Dass Ponce Transgender sei, könne ein Nachteil für die Spanierin sein – man müsse sie respektieren aber ihre Teilnahme nicht befürworten, sagte Morales. (El País

Wer ist Valeria Morales?

Valeria Morales Delgado ist Studentin am Broward College in Florida. Als "Miss Colombia" wolle sie sich laut eigener Aussage für Frauen, Einwandererinnen, Einwanderer und Kinder einsetzen (El Heraldo). Einige Stunden nach ihrem Interview ruderte Morales bereits zurück. "Wenn sie von 'Miss Universe' akzeptiert wird, werde ich sie auch mit Liebe und Respekt akzeptieren", sagte sie in einem weiteren Interview.

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Wer ist Angela Ponce?

Angela Ponce ist ein professionelles Model aus Sevilla. Sie habe schon vor der Misswahl Diskriminierung erfahren, sagt sie. Zum Beispiel, als sie zu Castings gegangen sei und die Agentur anschließend in den sozialen Netzwerken erfahren habe, dass sie Transgender ist.

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Ich bin kein Mann, der eine Frau sein möchte, das war ich nie. Ich bin eine Frau mit einer anderen Eigenschaft.
Angela Ponce

Wie sind die Reaktionen in Spanien?

Bereits nach ihrer Krönung zur Miss Spanien beschimpften und verspotteten Menschen Ponce in den sozialen Netzwerken. Dazu sagt sie: "Ich hatte immer Probleme, ja – und all das hat mir etwas Positives und auch etwas Negatives eingebracht. Ich habe eine Barriere geschaffen, ich habe mich selbst geschützt, um zu überleben. Dadurch wirst du stark und reif." (El País)


Today

Stabhochspringer Tim Lobinger bekommt keinen Handyvertrag – weil er an Krebs erkrankt ist
Er würde die Mindestlaufzeit ja vielleicht nicht erfüllen.

Aus der Tatsache, dass er an Leukämie erkrankt ist, macht der ehemalige Stabhochspringer Tim Lobinger kein Geheimnis. Er spricht in Fernsehsendungen offen über seinen Kampf mit der Krankheit und hat auch ein Buch geschrieben (SPIEGEL ONLINE). Mit einer Folge dieser Offenheit hat er aber sicherlich nicht gerechnet: Wegen der Erkrankung durfte er keinen neuen Handyvertrag abschließen.

Und die Begründung des Unternehmens ist einfach nur dreist.

Er habe ein passendes Angebot mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten gefunden und eine Anfrage gestellt, die kurz darauf abgelehnt wurde. "Mit der Begründung, ich könnte die Mindestlaufzeit aufgrund meiner Erkrankung wohl nicht erfüllen", so erzählt Lobinger es im Interview mit "Bunte". 

Seit 2017 kämpft er mit der Krankheit.

Er habe zwar kein Problem damit, offen über seine Erkrankung zu sprechen, "aber die Sache mit dem Handyvertrag fand ich schon krass". Im März 2017 ist Lobinger Leukämie diagnostiziert worden. Seitdem musste er fünf Chemotherapien, eine Stammzellentransplantation und Bestrahlungen über sich ergehen lassen. Zeitweise schien er den Krebs besiegt zu haben, doch im Januar 2018 entdeckten seine Ärzte erneut Krebszellen.