Snapchat hat den Weltfrauentag mit drei besonderen Filtern gefeiert: einen für die Frauenrechtsaktivistin Rosa Parks, einen für die Malerin Frida Kahlo und einen für die Wissenschaftlerin Marie Curie.

Am Anfang war die Freude darüber groß:

Doch schnell regte sich auf Twitter Widerstand – denn ein Filter war dann doch einen Tick zu klischeehaft.

Marie Curie wurde 1903 als erste Frau überhaupt mit einem Nobelpreis für ihre wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet – und bekam 1911 gleich noch einen Nobelpreis für weitere Forschungen. Sie ist bislang die einzige Frau mit zwei Auszeichnungen.

Im Snapchat-Filter wurde sie mit verstärkten Wimpern und Make-up dargestellt. Nutzer, die den Filter ausprobierten, guckten also mit großen Rehaugen hinter Reagenzgläsern hervor.

Wissenschaft ist nur dann sexy, wenn die Forscherin geschminkt ist?

Fanden viele Snapchat-Fans eher weniger lustig:

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Der Filter wird gleich doppelt kritisiert: Einmal für seine "Verhübschung" und einmal für seine Ungenauigkeit. Denn als Wissenschaftlerin, die mit Chemikalien arbeitet, hätte Marie Curie eigentlich eher Schutzbrille als Mascara getragen.

Etwas Gutes hat die Aufregung: Wer Marie Curie noch nicht kannte, wurde nun auf sie aufmerksam.

Mehr mutige Wissenschaftlerinnen:


Gerechtigkeit

Das erste Land der Welt will endlich durchsetzen, dass Frauen so viel verdienen wie Männer
Island <3

Island hat sich zum Weltfrauentag selbst ein Geschenk gemacht. Als erstes Land der Welt will es ein Gesetz voranbringen, das gleiche Löhne für Frauen und Männer durchsetzt. Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeiten müssen künftig nachweisen, dass sie ihren Angestellten unabhängig vom Geschlecht das Gleiche bezahlen.

Das Ziel: Bis spätestens 2022 soll der sogenannte "Gender Pay Gap" – also die Lohnlücke zwischen Mann und Frau – geschlossen werden. "Die Zeit ist reif, um mal etwas Radikales in diese Richtung zu unternehmen", sagte der isländische Sozialminister Thorsteinn Viglundsson zur Verkündung des Gesetzes am Mittwoch ("The Independent"). Es soll noch im März im Parlament vorgestellt werden. Die Chancen stehen gut, dass es angenommen wird.