Bild: 24UR

Auch in der Weihnachtszeit fliehen immer noch zahlreiche Flüchtlinge aus ihren Heimatländern in Richtung Norden. Die slowenische Regierung arbeitet seit Wochen daran, Teile der Grenze zu Kroatien durch Stacheldrahtzäune zu verschließen.

Eine Gruppe von Anwohnern der slowenischen Stadt Vinica protestiert nun mit kreativen Mitteln gegen den Zaun, berichtet die slowenische Newsseite 24UR.

Die Anwohner schmückten den Stacheldrahtzaun mit Christbaumkugeln. Der Protest ist ein Appell an die EU. Die Kugeln sind in blau und gold gehalten, den Farben Europas. Offenbar fürchten die Anwohner angesichts des Anblicks des Stacheldrahtzaunes entlang des Flusses Kolpa auch um Einnahmen aus Tourismus. (Mashable)

Die Balkanroute der Flüchtlinge führt über Kroatien und Slowenien – vor allem seit Ungarn seine Grenze zu Kroatien geschlossen hat. Die slowenische Regierung hat darauf mit der Errichtung der Zäune reagiert. Die Rechtfertigung: Nur so könne die Einreise der Flüchtlinge kontrolliert werden. (Tagesschau)

Die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien ist eine Schengen-Außengrenze. Zwischen Slowenien und dem Rest der EU herrscht Reisefreiheit, Kroatien gehört dagegen nicht zum Schengen-Raum. Auch Österreich hat inzwischen damit begonnen, an seiner Grenze zu Slowenien einen Zaun zu errichten. (bento)

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