Bild: dpa; Bearbeitung: bento

Sigmar Gabriel wird in der neuen Bundesregierung keine Rolle mehr spielen. Das teilte der ehemalige SPD-Chef am Donnerstag in einem Statement mit. Bislang war unklar, ob er den Posten als Außenminister bekommt. 

Nun hätten ihn Andrea Nahles und Olaf Scholz – die neue SPD-Spitze – informiert, dass er keinen Ministerposten bekommen wird, schreibt Gabriel.

Hier kannst du sein Statement lesen:

Warum ist das wichtig?

Sigmar Gabriel war SPD-Chef, als der Wahlkampf um den Bundestag begann. Er hat den Posten für Martin Schulz freigemacht, damit dieser als Spitzenkandidat um das Kanzleramt kämpfen kann. Beide galten als gute Freunde, haben sich aber über Posten und Macht innerhalb der SPD zerstritten.

Als sich die SPD mit CDU und CSU auf eine Regierung geeinigt hat, wollte zunächst Schulz neuer Außenminister werden – er hätte damit Gabriel verdrängt. An der Entscheidung gab es innerhalb der SPD viel Kritik, Schulz musste zurücktreten. 

Nun bekommt auch Gabriel keinen Posten, weder das Außenamt noch ein anderes Ministerium: Die SPD will einen Neuanfang. Ob die Wähler das so erkennen und danken, wird sich zeigen.

Welche Politiker ein Ministerium bekommen sollen, will die SPD am Freitagmorgen bekannt geben. 


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365 Tage im Jahr erhalten Frauen weniger Geld, sie führen seltener Teams, Abteilungen, Unternehmen. Sie bringen Kinder zur Welt – und haben danach ein höheres Armutsrisiko, bekommen weniger Rente. Und dafür gibt es an diesem einen Tag Blumen, Aufmerksamkeit und nette Worte: am Frauentag.

Der ist ein schlechter Witz. Gleichstellung existiert in Deutschland auf dem Papier, immerhin, mehr aber nicht. Daran ändern all die Blumen, all die Höflichkeit nichts. Klar ist es wichtig, an die Frauen weltweit zu denken, die unterdrückt, misshandelt, missbraucht werden.

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