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Was war passiert und warum das Projekt?

Die ehemalige Grünen-Abgeordnete im österreichischen Nationalrat, Sigi Maurer, wurde vergangene Woche zu einer Geldstrafe verurteilt. Nachdem Albert L., der Besitzer eines Bierladens, ihr Nachrichten wie "Du bist heute bei mir beim Geschäft vorbei gegangen und hast auf meinen Schwanz geguckt als wolltest du ihn essen" schickte, hatte Maurer die Nachrichten auf Twitter öffentlich gemacht.

Das hätte sie laut österreichischem Gericht aber nicht machen dürfen. Wegen übler Nachrede muss sie nun 4000 Euro Strafe zahlen, plus nochmal 3000 Euro. (Kurier

Nun startet sie ein Crowdfunding-Projekt, um gegen Hass im Internet vorzugehen.

Was war passiert?

Im Mai ging Sigi Maurer durch die Wiener Straßen, als sie ein Mann vor einem Craftbeer-Laden blöd anredete, so erzählt sie es. Sie ignorierte ihn, bekam später aber sexistische und beleidigende Facebook-Nachrichten von dem Mann, der der Besitzer des Geschäfts zu sein schien.

Am nächsten Tag twittere sie seine Nachrichten, mit seinem vollen Namen und der Adresse seines Ladens. Daraufhin verbreitete sich die Geschichte. 

Der Ladenbesitzer wehrt sich und behauptet, er sei es gar nicht gewesen. Sein Computer stehe im Laden und sei für alle Gäste zugänglich gewesen. Die Nachrichten muss also jemand anderes verfasst haben, behauptet er.

Durch die öffentliche Beschuldigung habe er einen großen wirtschaftlichen Schaden erlitten und forderte 60.000 Euro Schadensersatz. Der Fall ging vor Gericht. Maurer muss nun insgesamt 7000 Euro zahlen, doch sowohl sie als auch der Kläger wollen in Berufung gehen. (Kurier)

Warum das Crowdfunding-Projekt?

Maurer wollte kein Geld sammeln, solange sie nicht verloren habe. Nach dem ersten Urteil vergangene Woche will sie nun aber doch Spenden sammeln. Dafür tut sie sich mit Caroline Kerschbaumer vom Verein "Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit" zusammen.

Das Geld soll in einen Rechtshilfefonds gegen Hass im Netz fließen. Die Plattform respekt.net wickelt das Ganze ab. Das erste Ziel sind 50.000 Euro, das Gesamtziel 100.000 Euro. Das Geld soll Klagen in anderen Fällen finanzieren, in denen eine realistische Chance auf Erfolg bestehe.

Mit neuen Hass-Kommentaren geht Maurer nun anders um:


Food

Schlechte Nachricht für Veganer: Avocados sind angeblich nicht vegan
🥑😱

Avocados gelten als gesund. Für viele Veganer eine willkommene Alternative zu Wurst oder Käse. Doch die Früchte sind in Wirklichkeit gar nicht vegan. Zumindest streng genommen. 

In der Wissenschaftssendung "QI" des britischen Senders BBC wurde den Kandidaten die Quizfrage gestellt, welche der abgebildeten Lebensmittel man als strikter Veganer essen kann. Zur Wahl standen unter anderem Melonen, Kiwis und Avocados.