Bild: Christoph Dernbach/dpa

Google hat in den vergangenen zwei Jahren 48 Mitarbeiter wegen sexueller Belästigung gefeuert. Bei 13 von ihnen habe es sich um Führungskräfte gehandelt, teilte das Unternehmen in einem Rundschreiben an die Belegschaft mit. Die "New York Times" berichtet jedoch, Google habe mehreren ranghohen Managern Millionen-Abfindungen gezahlt – trotz der Vorwürfe gegen sie.

Weshalb wandte sich Google an seine Belegschaft?

Dass Google intern demonstrieren wollte, was für eine harte Linie das Unternehmen angeblich bei Anschuldigungen wegen unangemessenen Verhaltens fährt, hatte einen guten Grund: Mit der Nachricht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reagierte Google-Chef Sundar Pichai auf einen Bericht der "New York Times", der sein Unternehmen ziemlich schlecht aussehen lässt.

Was fand die "New York Times" heraus?

Google habe demnach beim Abgang von Andy Rubin, der als Schöpfer des Betriebssystems Android gilt, eine Abfindung von 90 Millionen Dollar gezahlt – obwohl Vorwürfe sexuellen Missbrauchs im Raum standen. Angeblich soll Rubin eine Mitarbeiterin zum Oralsex gezwungen haben. 

Dem Bericht zufolge wusste das Unternehmen von den Vorwürfen gegen Rubin, lobte ihn aber dennoch in den höchsten Tönen bei seinem Abgang im Jahr 2014. Ein Sprecher von Rubin bestritt die Vorwürfe und sagte, er habe das Unternehmen auf eigenes Betreiben verlassen.

Die "New York Times" schrieb zudem, Google habe im letzten Jahrzehnt zwei weitere Führungskräfte geschützt, die der sexuellen Belästigung beschuldigt wurden. Die Zeitung stützt sich in ihrer Recherche auf Firmen- und Gerichtsdokumente sowie auf Gespräche mit mehr als drei Dutzend Google-Beschäftigten.

Wie steht es sonst um Google?

Geschäftlich kann sich der Internet-Konzern nicht beklagen. Googles Mutterkonzern Alphabet hat den Gewinn im Sommerquartal dank hoher Werbeeinnahmen und niedrigerer Steuern kräftig erhöht. Die Erlöse stiegen im dritten Quartal um 21 Prozent auf 33,7 Milliarden Dollar. Vor allem mit Werbeanzeigen im Internet machte das Unternehmen Gewinne: Diese machen knapp 29 Milliarden Dollar des Gesamtgewinns aus.

Mit Material von dpa


Haha

Die Polizei in Baden-Württemberg hat einen 21-Jährigen auf einer fahrenden Bierkiste aus dem Verkehr gezogen
Mit der Kiste auf die Piste.

Ein ganz normaler Dienstagabend in der Gemeinde Berglen in Baden-Württemberg – wäre da nicht ein kurioser Fall der Polizei: Die hat nämlich eine fahrende Bierkiste aus dem Verkehr gezogen.