Das sagt zumindest eine Untersuchungskommission

Das deutsche Sexualstrafrecht muss überarbeitet werden. Das sagt eine Gruppe von Experten, die zwei Jahre lang untersucht hat, wie zeitgemäß und umfangreich die Gesetze zum Schutz vor sexuellen Übergriffen in Deutschland sind. (Deutschlandfunk)

Beauftragt hatte die Kommission Bundesjustizminister Heiko Maas. Ursprünglich sollten die Ergebnisse als Basis für eine grundlegende Reform des Sexualstrafrechts dienen. Dem zuvor kamen aber die Kölner Silvesternacht und die "Nein heißt Nein"-Debatte, unter anderem um Model Gina-Lisa Lohfink (bento).

Beides führte dazu, dass der Bundestag schon im Sommer 2016 eine Reform des Sexualstrafrechts verabschiedete: Der Vergewaltigungsparagraf wurde um den "Nein heißt Nein"-Ansatz erweitert. Auch Grapschen fällt seitdem unter Strafe, genauso wie die Beteiligung an Gruppen, die andere sexuell belästigen. (Tagesspiegel)

Die Experten kritisieren die überhasteten Änderungen nun teilweise – und empfehlen eine Überarbeitung.
  • Die Reform des Vergewaltigungsparagrafen etwa unterscheide nicht deutlich genug zwischen den verschiedenen Formen sexueller Nötigung. Das aber sei wichtig, um die Schwere der Tat und das Strafmaß festzustellen.
  • Der Paragraph zu Straftaten "aus Gruppen" sei nicht mehr als "symbolisch" und bringe in der Praxis nichts. Gerade hier sei es besonders schwer, die Schuldigen zu identifizieren. (Süddeutsche Zeitung)
Marie wurde vergewaltigt. Endlich kann sie darüber sprechen:

Die Kommission befasst sich in ihrem Bericht mit insgesamt zehn Themenkomplexen – darunter Kindesmissbrauch, Prostitution und Pornografie – und spricht dazu weitere Empfehlungen aus (Süddeutsche Zeitung):

  • Obwohl Jugendliche immer früher Sex haben, sollte das gesetzliche Schutzalter nicht herunter gesetzt werden. Das bedeutet, sexuelle Handlungen mit Jugendlichen unter 14 Jahren sind grundsätzlich verboten. Die Begründung der Experten: Auch frühreife Kinder seien nicht selbstbestimmter gegenüber übergriffigen Erwachsenen.
  • Teenager-Knutschereien zwischen 13- und 14-Jährigen sollten allerdings nicht darunter fallen.
  • Freier von Prostituierten sollten strafrechtlich verfolgt werden können, wenn sie "billigend in Kauf nehmen", dass Frauen zur Prostitution gezwungen werden. 
Mehr Texte über sexuellen Missbrauch findest du hier:
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Gerechtigkeit

Diese Muslime führen Fake-Enthauptungen durch – um vor echtem Islamismus zu warnen

Eine Fußgängerzone in Essen. Zwei in Schwarz gekleidete Männer marschieren auf, einer mit Pistole, der andere mit Schwert. Sie treiben zwei Männer in orangen Overalls vor sich her, eine schwarze Flagge, die an das Logo des "Islamischen Staats" erinnert, haben sie auch dabei.

Dann müssen sich die Gefangenen niederknien. Ringsherum versammeln sich Fußgänger, bleiben stehen, blicken verwundert auf das Schauspiel. 

Aus der Pistole, sie ist aus Plastik, ertönt ein Schuss. Der erste Gefangene kippt vornüber. Das Schwert, ebenfalls unecht, wetzt am Hals des zweiten entlang – auch er sackt in sich zusammen. "Ihr könnt jetzt wieder weitergehen", ruft Hassan in die Runde. "Aber was ist mit ihnen?", fragt er dann und zeigt sowohl auf Opfer wie Täter. Wer beschützt die einen und verhindert die anderen?