Es geht um Geld. 4 Fragen, 4 Antworten

Sie nehmen beide am genau gleichen Wettbewerb teil, sie bringen genau die gleichen Leistung und haben beide den Rest der Konkurrenz hinter sich gelassen – und trotzdem bekommen Rio Waida und Zoe Steyn nicht das gleiche Preisgeld.

Bei einem Surfwettbewerb in Südafrika erhielt er in der Männerkonkurrenz doppelt so viel Prämie wie sie bei den Frauen. Anschließend mussten sich die Organisatoren Hunderte Sexismus-Vorwürfe anhören.

Aber von vorn: Worum geht es genau?

Um einen Junior-Surf-Wettbewerb in Ballito. Rio Waida und Zoe Steyn belegten dort am vergangenen Wochenende jeweils den ersten Platz beim Pro-Event der Jungen und Mädchen der Billabong Junior Series 2018. Danach posierten die beiden für ein Siegerfoto, das auch bei Facebook geteilt wurde. (BBC)

Doch in den Kommentaren tauchten kaum Glückwünsche auf, vielmehr regten sich alle über die ungerechte Verteilung des Preisgeldes auf. 

Meet your 2018 Billabong Junior Series Ballito Pro Junior winners, Rio Waida (Indonesia) and Zoe Steyn (East London, SA)...

Gepostet von The Ballito Pro am Sonntag, 24. Juni 2018

Was gab es für Reaktionen?

Eine Auswahl:

  • "Ich bin empört. Ich war dort und habe den ganzen Tag zugeschaut. Diese Mädchen sind genauso hart wie jeder andere Junge", schrieb einer.
  • "Haben die Mädchen in einem anderen Ozean gesurft, in dem es einfacher war, von dem wir nichts wissen?", fragte sich ein andere.
  • Und jemand fragte, ob der Sponsor des Wettbewerbs, die australische Surfmarke Billabong, Frauen, die ihre Produkte kauften, 50 Prozent Rabatt gewährte.

Was haben die Veranstalter zu den Vorwürfen gesagt?

Die Veranstalter und die Billabong-Vertreter erklärten, sie hätten die Bedenken zur Kenntnis genommen, aber das Sportgremium, die World Surf League (WSL), bestimme das Preisgeld.

Man wolle alle relevanten Interessengruppen treffen, um zu erörtern, wie mögliche Diskrepanzen in Zukunft gelöst werden könnten. "Die WSL implementiert bestimmte Kriterien, um Surf-Bewertungen und Preisgelder zu bestimmen, und wir haben eine detaillierte Beschreibung dieses Prozesses für zukünftige Diskussionen angefordert."

Ein Sprecher der WSL sagte dem Sender ABC, das Preisgeld sei teilweise durch die Anzahl der Teilnehmer bestimmt worden. "Männer bekommen nur das doppelte Preisgeld, weil es doppelt so viele Konkurrenten gibt."

Gerechtigkeit klingt anders. 

Und wie reagierte die Surferin?

Die bedankte sich bei Instagram für die Unterstützung und zeigte ein Jubelfoto – getragen von zwei Mädchen. Absolute Girlpower eben. 


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